Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran denke, wie wir teilweise zu viert überlegt haben, was genau denn nun gemeint sein könnte. Und ob wir es immer getroffen haben? Nun, so sicher bin ich mir da immer noch nicht. Aber seht einfach selbst.
Als Quelle diente mir die Originalausgabe der GQ, es gibt aber auch eine Print-Version im Internet. (http://www.gq.com/entertainment/celebrities/200903/robert-pattinson-harry-potter-twilight)
Aber seht selbst, ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen.
Über Kommis würde ich mich freuen.
GQ-Interview
Er ist heiß, er ist sexy
und er ist untot!
Vor zwei Jahren, war
Robert Pattinson nur ein fast vergessener Nebendarsteller in einem
Harry-Potter-Film, dann kam das Casting für einen stark melancholischen Vampir
in Twilight, jenes Millionen-Dollar-Projekt des letzten Jahres und nun will
jede Frau über 14 ihn haben.
Von Alex Pappademas
Photographs von Nathaniel
Goldberg
Einige Tage, nachdem wir
Robert Pattinson getroffen haben, werden wie seine Twilight Kollegin Kirsten
Stewart anrufen und sie wird folgendes über ihn sagen.
„Er kann nicht lügen, das
macht manche Dinge manchmal ein bisschen erschreckend für ihn. Aber es ist
meine Lieblingseigenschaft an ihm.“
Das ist lustig, denn es
wurde auch unsere Lieblingseigenschaft an ihm……
Wir trafen uns an einem
Dienstagabend mit Pattinson in einem kleinen Bäckerei-Cafe am Doheny-Drive in
West-Hollywood. Und es scheint die ganze Zeit so, als teile er uns die ganze
Wahrheit zwanghaft, rücksichtslos und hilflos mit, so als hätte ihn ein
(Sodium-Pentotha) Betäubungspfeil getroffen, während er parkte.
Pattinson’s anderes
Problem, erwähnt er später, ist dass er jegliche Gesprächspause nicht ertragen
kann. „Ich sage immer gerade heraus das Erste was mir in den Sinn kommt“, sagt
er. „Aus lauter Nervosität scheiße ich mir während eines Interviews
sprichwörtlich in die Hosen. Ich gönne mir keine Pause, weil ich Angst habe,
ich könnte sonst anfangen zu heulen.
Es ist Dezember, Twilight
- in welchem Pattinson (22) einen entzückenden, gequälten Dauer-Teenie-Vampir spielt,
der es sich zum Prinzip gemacht hat, kein menschliches Blut zu trinken – kam
vor einem Monat in die Kinos. Das ist lange genug, um bereits mehr als 150
Mill. Dollar einzuspielen, lange genug für die Studios, um auf den Auslöser von
dem Ersten von drei weitern potentiellen Teilen zu drücken und um die
Regisseurin Catherine Hardwicke durch einen von den Typen zu ersetzen, die für
Amercan Pie verantwortlich sind. Aber es ist nicht lange genug für Pattinson um
zu begreifen, was all diese Entwicklungen für ihn bedeuten und was die
Bedeutung von Heuchelei in der Gegenwart von Journalisten ist.
Er rutscht in seinem Stuhl
hin und her, ganz in schwarz gekleidet, mit einem eine Woche alten Bart, das
Haar unter eine Wollmütze gestopft und sieht dabei aus wie Justin Timberlake
auf den Spuren von Terry Malloy der einen Außerhalb-des-Broadways-Ausflug
unternimmt. Seine Kleider riechen, als hätte er sei von einem Menschen
bekommen, der in seinem Leben nicht so viel Glück hatte wie er.
Er kommt gerade von einem
Langzeit-Meeting mit einem Regisseur und kann es nicht abwarten uns zu
erzählen, wie komisch das war. Einige Typen erklärten ihm seine Rolle, die
wahrscheinlich so Doppel-Top-Secret ist, dass sie ihm nicht erzählen wollten,
um was es eigentlich geht. „Sie wollten mir gar nichts sagen“, sagt P. und so
sitzt er nun da und kann es nicht lassen, 3 Stunden über sich selbst zu
erzählen und dabei soviel Kaffee zu trinken um ein Nashornherz explodieren zu
lassen.
„Mein Gott, ich kann mich
nicht erinnern, wann ich das letzte Mal etwas gegessen habe!“
In seinem Vampir-Film
würde er das mit einem viel sagenden Augenaufschlag sagen – und dann schwenkten
die Kameras zu unseren blassen Leichen, die aus einem Müllcontainer taumeln.
Blöder Journalist!
Indessen macht Pattinson
weiter damit, die tote Luft zu füllen. Er erklärt, dass er da wo er wohnt eine
Mikrowelle hat. Und das er noch niemals vorher eine Mirkowelle hatte. Er
verbringt eine Menge Zeit damit, nach neuen Dingen zu schauen die man in die
Mikrowelle tun kann. Diese tiefgefrorenen Cheeseburger aus dem Laden um die
Ecke oder eine Karotte….!
Haben wir erwähnt, dass er
19 Tassen Kaffee hatte? Er fragt den Ober nach der Suppe - Es ist eine
Hühnersuppe - und er bestellt eine Cola.
Hier ist nun das, was
Pattinson dazu sagte was er getan hat, um die Rolle des Edward dem Vampir in
Twilight zu bekommen.
„Ich nahm eine halbe
Valium, ging so dieses Ding an und all diese Sachen geschahen.“
Okay, sind wir fair, das
ist nicht alles was er uns erzählte. Er war an der Schwelle das Schauspielern
an den Nagel zu hängen. Für Harry Potter 4, wo er als Cedric Diggory vom
arroganten, blonden „Iceman“ zu Harrys Außenseiter wandelte, wurde er direkt
von einem Theaterstück in London – wo er aufwuchs – engagiert.
Nun war er war in LA, lümmelte
auf der Couch seiner Agentin und schaute sich nach einem amerikanischen Job um.
Das war alles was Twilight zunächst für ihn war. Ein amerikanischer Job. Er
wusste nichts über den Kult und die Fans die „Edward und Bella“ folgen – seine
dauernd, gefährdete, sterbliche Freundin vom ersten Buch. Jenes Buch, das
Stephanie Meyer, eine Mormonen-Hausfrau und Mutter aus Arizona durch drei immer
dicker werdende, backsteindicke Folgen in das größte
Publicity-Industrie-Phänomen seit Harry Potter’s J.K. Rowling verwandelte.
Er wusste nicht, dass
sobald damals die Kinofassung angekündigt wurde, diese Twilight Fans, die zu
98,999 % weiblich und 100 % leidenschaftlich sind, die Foren im Internet
durchbrannten mit zutiefst gefühlten Meinungen darüber, welcher männliche
Schauspieler wohl der Richtige sei (und welcher falsch-falsch-falsch!!!)
Alles was er wusste war,
dass er sich nicht mehr an daran erinnerte wie man im amerikanischen Akzent
spricht. Er war total out. Daher die Pille.
„Es war das erste Mal,
dass ich überhaupt Valium nahm!“, sagt er nach einer Sekunde, wahrscheinlich
realisierend, wie sich das anhörte. Ein Viertel! Nur ein Viertel Valium! Ich
wollte es noch einmal für ein anderes Vorsprechen versuchen und es schlug total
fehl, ich wurde fast ohnmächtig! (Nehmt keine Drogen, Kinder!)
Er sprach in Hardwickes
Schlafzimmer für die Rolle vor. Sie nahm ihn und Stewart dabei auf, wie sie
eine der großen Liebesszenen des Films spielten. Bis dahin hatte Hardwicke
schon Treffen mit Hunderten von potentiellen Edwards gehabt. „Ich hatte schon
weit über eine Zillion niedliche Typen gesehen“, sagte sie. Aber das Problem
war, dass sie alle ausschauten wie der superniedliche Schüler in deiner
Highschool, der Ballkönig oder der Kapitän des Football-Teams. Sie sahen nicht aus,
als wären sie aus einer anderen Welt und Zeit.
Sie spielten diese Szene
und die Funken sprühten. Hardwicke wartete einen Tag um sich zu entscheiden.
„Unabhängig davon, wie viel ich mich in diese Person verliebt hatte, spulte ich
das Band zurück, um sicher zu gehen, dass ich nicht gerade von etwas, das in
der Luft hing, überwältigt wurde.“ Aber Steward sagte uns, dass sie ihr noch im
selben Raum mitteilte, dass es Rob sei. „Alle anderen kamen, um etwas
bedeutungsloses, oberflächliches und gedankenloses zu tun“, sagte Stewart. „Ich
weiß, dass es eine verdammt große Sache ist, so was über all die anderen
Kollegen zu sagen, aber Rob hat als einziger verstanden, dass es keine leichte
Rolle war.“ Dennoch musste Hardwicke das Summit Entertainment überzeugen, dass
Robert ihr Mann sei. „Es kam ein Anruf vom Chef der Studios“, sagt Hardwicke.
„Er fragte, ob sie sich sicher sei, dass sie diesen Typen attraktiv und
gutaussehend machen könne.“
Also schickten sie ihn zu
einem Trainer, färbten sein Haar und schnitten es. Pattinson tauchte in die
Saga ein, in die Novelle und Midnight Sun, Meyer’s noch nicht puplizierte,
unfertige Fassung von Twilight aus Edward’s Sichtweise.
(„Ich war ein Vampir und
sie hatte das süßeste Blut das ich in 80 Jahren roch!“)
Er beweist das, indem er
den Film mit jeder Menge Ideen drehte, die ihn zu mehr machen als eine
Teenyromanze mit einem Anflug von Horror. Wie Edward sein könnte, ohne diesen
„schildkrötenhalsigen Prinz Charming“ aus der Novelle.
„Wenn du einen Typen wie
diesen im wirklichen Leben triffst“, sagt er „denkst du er ist irgendwie
bekloppt.“ – und mehr wie der nervöse Heini, der sich mit den Zigaretten, die
er in einer Ecke der Party raucht, versengt. Weniger der heiße Feger, mehr
Monster. Er dachte, dass es am Ende des Films, wenn Edward und Bella auf dem
Abschlussball langsam zu "Iron and Wine" tanzen, besser wäre, wenn
sie sich nicht küssten. „Ich dachte, es wäre interessanter“ sagt er. „Für ein
Teenyding!“
In den Büchern, verweigert
sich Edward sämtliche Möglichkeiten, alles mit Bella zu tun, da er immer in der
Gefahr schwebt sie im Eifer des „Gefechts“ in einen Vampir zu verwandeln. Aber
weil er 107 Jahre alt ist, ist er eine Verlockung wie kein anderer 17jähriger.
Die Geschichte gründet
sich auf die korsettgestützte Wahre-Liebe-stirbt-nie-Sinnlichkeit des
Vampirmythos’ mit den Wahre-Liebe-Erwartungen der Bush-Ära-Abstinenzerziehung.
Es ist die atemberaubende
Romanze in der alle körperlichen Aspekte der Rutschpartie zum schrecklichen
Untoten präsentiert werden. Der Film steigert die Begierde. Bellas und Edwards
Beziehung mutet wie ein Grufti-Remix von „Splendor In The Grass“ an und
Pattinson brodelt Warren-Beatty-mäßig, – vergebt uns – wie „Fledermausscheiße“
gesteuert von 100 Jahre alten dicken Eiern.
Twilight mixt zwar
Rückblicke, aber startete in jedem Fall gewaltig und spielte 70 Mill. in drei
Tagen ein.
Und damit fing auch das
Gekreische an, Mädchen die sich in Edward verliebt hatten, hatten plötzlich
einen realen Menschen auf den sie ihre Leidenschaft lenken konnten.
Wenn die
Schauspielertruppe öffentlich auftritt, mutet es an wie die „A-Hard-Days-Night-Hysterie“
(der Beatles). In London blickten Pattinson’s Freunde mit Grauen auf die Menge,
die ihn verschluckte. In einer Mall in San Francisco sollte er für 500 Fans
Autogramme geben, einige tausend mussten abgewiesen werden. Es verlangt ihn
nicht, sich daran zu erinnern, was für ein Chaos dadurch entstand. Jedenfalls
sagt er das mit jener unsicheren Stimme wie jemand, der sich nicht daran
erinnern will, was damals für eine Scheiße in Vietnam geschehen ist. Pattinson
sagt, er war schon immer überempfindlich, wenn es darum ging angeguckt zu
werden und dass er, als er ein Kind war und jemand mit ihm im Bus oder wo
anders in Augenkontakt getreten ist, total ausgeflippt ist. Er ist einer dieser
hoch gewachsenen Menschen, die ahnen, dass er versuchen muss all dem zu
entkommen.
Sonst kommt das alles
wieder hoch, denn er ist damit noch nicht fertig. Sein erster Gedanke, wann
immer er sich in solch einer Menge wieder findet, ist: „Jemand kann mich ganz
einfach niederstechen.“
****
Er jammert nicht. Wir
wollen nicht, dass es sich anhört, als würde er jammern. Aber er spürt, all
dies macht ihn verrückt. Es ist wie eine Flucht in deinen eigenen Hinterhof.
Ein anderes Mal ging er aus, abgeschossen von drei Paparazzi-Handys am
Drive-thru Schalter des In-N-Out. Er wollte einen Burger im Auto essen, fuhr
herum und fand einen Parkplatz an einer Tankstelle einige Blocks weiter. Er
wollte einfach nur dasitzen und in Ruhe einen Burger essen, genau da, heimlich
im Dunkeln.
„Und ich sah mich um“,
sagt er „und im Auto neben mir war gerade eine Frau dabei einem Mann einen zu
blasen. Genau neben mir, auf dem Parkplatz!“
Das ist es, was diese Art
von Aufmerksamkeit aus dir macht; du tust Dinge wie jeder normale Mensch und
jeder bekommt dann die Fotos davon zu sehen. Versteckt in der Dunkelheit. Wie
ein Dieb, der seinen gestohlenen Hamburger isst.
Er versucht nicht nach
draußen zu gehen, wenn es sich vermeiden lässt. Zuhause zu bleiben, Filme
anzuschauen und die Mikrowelle zu benutzen.
Manchmal jedoch liest er
über sich selbst im Internet. Dem Internet zufolge ist das ein anderer Robert
Pattinson da draußen, der ein völlig anders Leben lebt. Eine Kreatur der Nacht,
begierig seine Fangzähne in alles zu schlagen was Titten und einen Puls hat.
Alles Bullshit sagt er,
aber er liest diese Storys andauernd, aus einer Art masochistischen Narzissmus
heraus. Und er gibt auch zu sie zu lesen, was der weitaus seltsamere Teil ist.
Er liest die Gossip-Blogs
und die Twilight-Fan-Fiktion. (Sie ist überraschend hardcore-mäßig. Und sehr
schön geschrieben.) Er weiß was der Fake-Robert auf der gefakten Robert
Pattinson-Facebookseite sagt. (Der Fake-Robert sagt, dass er Kristen Stewart
genagelt hat…..) Der Fake-Robert ist eine Art von Chuck Bass, wenn Chuck Bass
so unklug genug wäre, um seine Eroberungen auf jedermanns Internetseite rauszu-
posaunen.
Teil des Problems ist,
dass die Klatschpresse Vakuen verabscheut. Für all ihre Zwecke und Absichten
existierte er nicht als eine Figur der Öffentlichkeit, bevor er für Twilight
gecastet wurde. Seine Berühmtheit ist ein Produkt mit Kinoeinbindung, so wie
die der Actionfigur Edward oder das Parfüm „Twilight“ (…das riecht wie Lavendel
und Freesien oder wie auch immer Freesien riechen mögen, in deiner Vorstellung)
Was ist es wert erzählt zu
werden?
Er wuchs in London auf,
seine Mutter arbeitete für eine Modelagentur, sein Vater war ein
Luxuswagenimporteur. Er modelte etwas als Kind, machte ein bisschen
Amateurtheater, ein bisschen britisches Fernsehen und nahm dann eine Auszeit
von der modischen Schnöselschule um bei Harry Potter mitzuspielen. Es gibt so
wenig über ihn zu erzählen, dass alles was er jetzt sagt, plötzlich übertrieben
wichtig genommen wird. Einfache Gegebenheiten werden plötzlich zu heiligen
Evangelien. Ein Reporter fragte ihn irgend- etwas Dummes über seine Haare, er
machte einen wegwerfenden Scherz darüber, dass er es nie waschen würde und
plötzlich wurde diese Anekdote riesengroß ausgeschlachtet.
Mit Geschichten über seine
bedauernswerte, persönliche Hygiene. Manchmal gibt es eben nichts zu
sagen…..und die Menschen machen dann dummes Zeug daraus.
„Es gibt sprichwörtlich
keine einzige (wahre) Geschichte über mich, die geschrieben werden könnte“,
sagt er. Ich habe niemals irgendwas davon getan…..
Wir fragen ihn, ob er uns
ein Beispiel von irgendeiner unwahren Geschichte geben kann.
„Da ist diese Sache mit
meiner angeblichen Freundin“, sagt er. „Das ist dieses Mädchen von dem ständig
die Rede ist. Es so wie….er datet dieses brasilianische Model. Ach komm! „Ja“,
sagt er. „Wie war doch gleich ihr Name, Annelyse? Ich habe sie nie getroffen.“
Annelyses Nachname ist Schönberger und nachdem sie mit Pattinson auf einem
Kings of Leon Konzert im letzten Oktober gesehen wurde, stimmten sämtliche
R-Pattz Fans im Internet darin überein ihr nachzusagen, dass sie ein
Alien-Gesicht hat.
Aber komm schon, sagen wir
zu Pattinson, wir fragen dich, ob du etwas dementieren kannst und du gibst uns
das brasilianischen Model. Das ist wie die Verleumdung einer Promi-Beziehung
und die gleichzeitige Forderung nach einer Freundin in Kanada.
Hast du wirklich jeden Tag
um Kristen Stewarts Hand angehalten, während des Drehs von Twilight. „Ich sagte
das in einigen Interviews, als ein Witz. Oh, ich habe in verschiedenen
Situationen um ihre Hand angehalten. Und dann wurde gedruckt: „Am Set hat er
oft um ihre Hand angehalten!“
(Später fragen wir Stewart
zu dieser Sache. „Er probiert an einem Tag bei vielen Mädchen um ihre Hand
anzuhalten, sagt sie knochentrocken. Das ist seine Masche, er denkt es ist
niedlich!“)
Okay, sagen wir, was ist
mit dem Liebes-Dreieck zwischen dir, Camille Belle und Joe Jonas von den Jonas
Brothers? „Das ist das allerwitzigste“, lacht Pattinson.
„Nein, ich meine klar, ich
bin befreundet mit Camille.“ Und er beginnt zu erklären, wie Belle, bestens
dafür bekannt eine Höhlenfrau in 10 000 BC zu spielen, warum sie einst - wir
haben Schwierigkeiten damit, ihm zu folgen – seinen Freund, einen Schauspieler
mit dem Namen Tom Strurridge datete, oder verdächtigt wurde ihn zu daten.
Und so wirst du nun
verdächtigt, du hättest sie deinem besten Freund ausgespannt, bevor du sie dem
anderen Heini ausgespannt hast, fragen wir?
„Von dem Jonas Brother,
ja!“, sagt Pattinson. „Ich bin total außer Kontrolle, es ist so witzig!“
Dennoch, weil ich sie noch
an einem anderen Tag bei ihr zuhause traf, wo es einen Securityeingang gibt,
mit dieser Securityfrau. Ich denke mal, sie wusste das Camilla dort wohnt und
sie machte so was wie „Ooooh!“, als sie mich sah.
„Okay, sagen wir, du hast
sie also in ihrem Appartment abgeholt?“ „Ja, einmal“, sagt er.
„Aber es ist so wie sie
immer sagen. „ Eine zuverlässige Quelle sagte…. Und ich weiß keine einzige
Person, die diese zuverlässige Quelle sein könnte.“
Ihr Beide seid am Venice
Beach spazieren gegangen, nach dem Essen. „Das war es auch schon weitestgehend“
sagt Pattinson. „Ich meine Camilla ist die netteste…..sie ist eine Heilige! Und
es ist so lustig, dass sie so dargestellt wird, als würde sie ständig
irgendwelche Kerle abschleppen. Sie ist wirklich die am meisten ungeeignete
Person für eine, die immerzu Kerle abschleppt….Es ist lächerlich.“
„So ist es also nur
Freundschaft“, fragen wir ihn, „die falsch interpretiert wurde?“
„Ich meine….Yeah!“ sagt
er. Ich treffe keine Leute. Ich habe auch keine Telefonnummern von
irgendwelchen Leuten. Ich will eigentlich im Moment keine Freundin, in diesem
Umfeld.
Das ist wohl die
erbärmlichste, gewählte Ausrede, die wir jemals gehört haben. Das ist genau die
Art und Weise, wie wir es leugnen würden mit Camilla Belle auszugehen, wenn wir
so viele Leute wie möglich glauben lassen wollten, dass wir davon total
betroffen sind und es mit jemand treiben, während wir trotzdem als
unaufrichtige Person rüberkommen würden." Entweder Pattinson kann nicht
lügen, oder er kann sehr schlecht lügen.
Das ist witzig, weil
Pattinson’s Vorbild Jack Nicolson ist, der bekannt dafür ist, Journalisten
weniger zu geben als die Uhrzeit. Und er verehrt Brando, zitiert ihn ein
Youtube-Clip. Der Schauspieler gab eine charakterliche Performance-Darstellung
und einige uncooperative Pressekonferenzen in den Mittsechzigern. Marlon konnte
das tun, weil er eben der gottverdammte Brando war. Marlon konnte erscheinen
und das Alphabeth vor einer Menge versammelter Presseleute rülpsen und den
nächsten Flieger zurück nach Tahiti nehmen. Pattinson versteht, dass das keine
Option für ihn ist.
Der einzige Weg, jede Art
von Mythen zu unterbinden, sagt er, ist komplett still zu sein und niemals
wieder mit jemanden zu sprechen. Doch ich bin vertraglich verpflichtet nicht
still zu sein.
Pattinson hat nichts Neues
gedreht, seit Twilight unter Dach und Fach ist. Er wird in diesem Frühling
wieder vor der Kamera stehen, wenn er anfängt New Moon zu drehen, der im
November rauskommt. Aber in der Zwischenzeit können wir ihn als Salvador Dali
in einem Dramaausschnitt sehen, der Little Ashes heißt und über die Zeit
berichtet, bevor Dali, der Regisseur Luis Burnuel und der Poet Frederico Garcia
Lorca berühmt wurden.
Pattinson sprach für den
Film vor zwei Jahren vor, in der Zeit nach Harry Potter und dem
Karriere-Stillstand vor Twilight. Er dachte darüber, nach das Schauspielern
zurückzustellen und sich mehr auf die Musik zu konzentrieren. (Zwei seiner
Songs sind auf dem Twilight-Soundtrack. Inclusive der ish-Ballade von Jeff
Buckley)
Er sprach für den
Lorca-Part vor, doch als sie ihn fragten ob er Dali spielen will, sagte er zu.
„Ich dachte ich hätte einen Urlaub in Spanien“, sagt er, „aber es wurde
richtig, richtig hart. Ich habe niemals einen Job gemacht, der so hart war.
Es gab keinen Etat, die
meisten von der Crew sprachen spanisch und Pattinson nicht.
„Ich verbrachte eine Menge
Zeit mit mir selbst, probierte aus wie man die Figur spielen könnte und besorgt
darüber auszusehen wie ein Idiot. War es das wert, all diese Bemühungen auf der
Leinwand? Pattinson’s Dali begann als ein aufgeblasener, aufgeplusterter,
aufgebrachter einfältiger Jacktyp, bevor er sich in den quirligen, bärtigen
Kulturhelden vom Studentenzimmer zur Poster-Berühmtheit wandelte. Es ist einer
diese Filme, in denen du erzählen kannst, dass Dali seinen ästhetischen
Durchbruch hatte, als er anfing, sehr stark zu pressen, wenn er malte. „Auf
eine Art und Weise übertrat ich meine Grenze davon, was ich noch komfortabel
tun konnte. Ich hatte all diese Nacktszenen.
Seht ihr, Little Ashes hat
einen fairen Anteil an homoerotischer Aktivitäten, manche sind kunstvoll und
indirekt dargestellt (Dali und Lorca schwimmen zusammen in einem See bei
Mondlicht) und manche sind es eben – na ihr wisst schon – nicht (Lorca hat
athletischen, gehässigen Sex mit einer Frau, während Dali in einer Ecke sitzt
und niedergeschlagen masturbiert). Es ist die Art von Projekt, in der du dir
einen Typen an Pattinson’s Stelle vorstellen kannst, der nach einer Karriere in
Twilight versucht einen Weg zu finden, der Welt zu sagen, dass er vielseitig
und/oder furchtlos ist. Mit der Ausnahme, dass es das nicht war.
„Ich dachte, ich bekomme
nie wieder eine neue Rolle.“ sagt Pattinson. „Also dachte ich mir, „Ja – warum
soll ich nicht mal was Verrücktes probieren?“ Da sind all diese Schwulen
Sex-Szenen. Und weißt du, ich hatte bis dahin nicht mal eine einzige Sex-Szene
mit einer Frau, in meiner gesamten Karriere.“
(Während er das sagt,
zieht er die Haut an seinem linken Handrücken nach oben und dreht sie irgendwie
in Uhrzeigerrichtung mit seiner rechten.)
„Und hier bin ich nun, mit
Javier [Beltrán], welcher Lorca spielt, und mach diese extremen
Hardcore-Sex-Szenen, nach denen ich diesen extremen Zusammenbruch habe. Und
weil wir beide hetero sind, schien das, was wir taten, auf eine Art lächerlich.“
(Nun lacht er irgendwie.)
„Wir versuchten es mit
Doggie-Style. Wir versuchten einen nervösen Zusammenbruch zu haben, während wir
es im Doggie-Style taten. Und es war nicht mal ein geschlossenes Set. Da waren
diese spanischen Elektriker, die kicherten.“
Er ist sich ziemlich
sicher, dass der einzige Grund, warum Little Ashes irgendeine Art von Werbung
bekommt, der ist, dass er mitspielt.
„Es ist nichts, “ sagt er.
„Es wäre nicht mal veröffentlicht worden. Ich meine, es ist schrecklich, das zu
sagen, aber das war ein Film, in dem wir nicht mal ein Double hatten! Wir
drängelten die ganze Zeit. Wir hatten nicht mal Wohnwagen.“
Er hat den fertigen Film
noch nicht einmal gesehen. Er sagt, er hat nicht einen Film gesehen in dem er
mitgewirkt hat, seit den Potter-Filmen – nicht einmal Twilight. Er brachte
seine Mutter zur amerikanischen Twilight-Premiere, quälte sich durch die ersten
10 Minuten und floh dann. „Ich ging raus und setzte mich ins Auto, “ sagt er,
„mit einer richtigen ausgewachsenen Panik-Attacke.“ 10 Minuten dort, schaute er
hoch und bekam mit, dass jemand ihn filmte.
Er will sich nicht selbst
in einem Film sehen, denn er macht sich Sorgen, dass er wie ein Betrüger
aussieht. Sogar bevor er mit dem Schauspielern anfing, sagt er, „Ich dachte die
ganze Zeit, dass ich meine Emotionen fälsche. Ich attackierte mich selbst die
ganze Zeit: Du bist eine Fälschung, ein Betrüger.““
„Ich erinnere mich, als
ich ein Teenager war, da dachte ich, dass meine Freundin mich betrügt, und ich
lief herum und steigerte mich rein. Ich hab so getan, als würde ich weinen. Das
war total unrechtmäßig – ich habe eigentlich überhaupt nichts gefühlt. Ich ging
in irgendeinen Pub und dann ging ich weinend den ganzen Weg heim. Und ich legte
mich zu meinem Hund ins Bett. Ich hab geheult und meinen Hund fest gehalten.
Ich wachte am nächsten Morgen auf und der Hund hat mich angeschaut wie „Du bist
nicht echt.“
Hat sie dich wirklich
betrogen?
„Nein, “ sagt Pattinson,
lachend. „Ich dachte, ich hab sie mit einem anderen Typen gesehen, aber sie war
nicht mal da. Ich habe drei Tage damit verbracht, mich bei meinem Hund zu
entschuldigen.
*****
DANN SIND DORT MÄDCHEN,
die uns unterbrechen. Zwei von ihnen – jung, dunkelhaarig, entschuldigend und
doch große Augen machend – kommen an den Tisch und bitten um ein Autogramm.
Eine von ihnen reicht ihm eine Victorias Secret Shopping-Tasche zum
Unterschreiben.
„Victorias Secret!“ sagt
er, eine Augenbraue erhoben. „Was hast du gekauft?“
„Ich arbeite dort!“ sagt
das Mädchen.
Pattinson fragt, an wen er
das Autogramm richten soll.
„Nun, “ sagt das Mädchen,
auf ihre Freundin zeigend, „es ist ihre Tasche also – Patty. Ihr Name ist
Patty.“
Pattys Tasche ist aus
einem hartnäckig, glatten, wahrscheinlich-passender-für-ein-Hitze-Schutzschild-für-Space-Shuttle-Einkaufstüten-Papier,
und Pattinson kann nicht einen Strich darauf hinterlassen. Die Krise
realisierend, tritt Patty – die sich etwas zurück gehalten hatte – einen
Schritt vor und sagt auf einmal mutiger, „Ich hab noch einen anderen Stift. Der
Film war wirklich gut.“
„Und du siehst genauso aus
wie im Film, “ sagt das erste Mädchen. „Das ist ein Kompliment. Denn manche
Menschen sehen nicht so aus. Wie Heidi Klum, die kommt oft in unseren Laden…“
„Sie sieht anders aus, “
sagt Patty.
„Sie sieht anders aus, “
sagt das erste Mädchen und fügt noch träumerisch hinzu, „Du siehst immer noch
genau so aus.“
„Wirklich?“ sagt
Pattinson, stirnrunzelnd. „Normalerweise sagen die Leute das Gegenteil.
Entschuldigung, wie war dein Name?“
„Mein Name ist Eva, “ sagt
das Mädchen. „E-V-A.“
„Ich denke immer, ich
könnte mich verstecken.“ sagt er. Er posiert noch für ein paar Bilder mit den
Mädchen. Das Hintergrundbild auf Pattys Kamerahandy ist ein Bild von Pattinson
als Edward.
„Hattest du das schon
vorher drauf?“ sagt Pattinson. „Das ist verrückt.“
*****
PATTINSON WEISS NICHT, was
sein erstes Projekt nach Twilight sein wird. Wenn wir ihn nach „Parts per
Billion“ fragen, ein Indie Drama, in dem er an der Seite von Dennis Hopper und
Rosario Dawson mitspielen sollte, sagt er, er hätte nicht gewusst, dass der
Starttermin verschoben wurde – „Das ist das Frustrierende daran, so kleine
Filme zu drehen“ – und selbstverständlich, ein paar Wochen nachdem wir darüber
geredet haben, wird offiziell bekannt gegeben, dass er nicht in dem Film
mitwirken wird, um sich ganz auf die Vorbereitungen zur Twilight-Fortsetzung,
New Moon, konzentrieren zu können, über das er noch sehr wenig weiß, denn ihm
„wird niemals irgendwelcher Scheiß erzählt.“
„Ich bin total im
Unbekannten, “ sagt er. „Sie wollen mir nicht mal das Skript geben.“
Sie halten dich in einer
Box.
„Ja, “ sagt Pattinson. Er
tut so, als öffnete er den Deckel eines Sarges. „Halt die Klappe, Edward!“
Ihm fällt es sehr schwer,
überhaupt an New Moon als Fortsetzung zu denken, denn es ist so anders als das
erste Buch. „Ich weiß nicht, wie sie daraus einen Film machen wollen, “ sagt
er, „denn Twilight ist eine Liebesgeschichte und New Moon ist einfach nur –
Bellas manisch depressiver Gedanke, das gesamte Buch lang. Da gibt es nur sehr,
sehr wenig Freude und es ist nichts Teenymäßiges dabei.“
Das wäre vielleicht das
bestmögliche Szenario, dass die Twilight-Filme düsterer werden und Pattinson
die Chance hat, richtige Hitze einzubringen, Performance-technisch. Hardwicke
sagt, dass sie noch damals am Twilight-Set, bevor die Zukunft des Franchise
überhaupt sicher war, mit Pattinson über „jede Menge andere Projekte sprachen.
Er ist offensichtlich unglaublich photogen, aber er ist auch noch so talentiert
und hat so viel in sich. Ich sehe ihn stilistische, sonderbare, wilde,
fantastische Charaktere kreieren, in etwa wie Johnny Depp das macht.
Das wäre wunderbar. Aber
das schlechtmögliche Szenario ist, dass nach vier Vampir-Filmen – oder, fünf,
je nachdem wie sie die 754 Seiten von Breaking Dawn (Bis(s) zum Ende der Nacht)
zerlegen – ihn niemand als Sterblichen mehr ernst nehmen wird. Es besteht die
Möglichkeit das Twilight für ihn endet wie „21 Jump Street“ und es gibt
Möglichkeit, dass er dazu verdammt ist, für immer zwischen den
Twilight-Conventions zu kreisen, wie eine Art toter Mark Hamill, Autogramme auf
einem Bild seines 22-jährigen Selbst unterschreibend vor einer endlosen
Schlange von Pattys und Evas, mit den Jahren immer pummeliger werdend. Wir
versuchen zärtlich dieses Vorurteil beiseite zu schieben, indem wir ihn fragen,
ob er einen Nach-Twilight-Plan hat. Er redet davon, eine eigene
Produktionsfirma zu gründen und vielleicht die Alben seiner musikalischen
Freunde zu vermarkten. Uns fällt auf, dass keines seiner Ziele das
Schauspielern beinhaltet.
„Ich mach mir keine
sonderlichen Sorgen, viele Schauspiel-Jobs zu machen.“ sagt er. „Wenn das alles
nun jetzt gerade passiert, dann werde ich wohl nur sagen, „Ok. Mich kümmert es
nicht wirklich.“ Das ist vermutlich wirklich dämlich, das zu sagen. Aber es ist
so, wirklich. Ich denke, es wäre viel schlimmer, ganz viele Sachen zu machen,
die dann schlecht sind. Weil du dann keine andere Karriere in Betracht ziehen
kannst. Wenn du einen Idioten aus dir gemacht hast, wirst du niemals mehr ernst
genommen werden, als ein Anwalt zum Beispiel, als so ein Witz von einem
Schauspieler. Das Einzige, was ich immer möchte ist, dass ich mich nicht in Verlegenheit
bringe.“
„Trotzdem“, sagen wir, „du
hast nichts über deine Schauspielerei gesagt. Wir haben dir die Chance gegeben,
zu zeigen, was du kannst, wie James Lipton. (Oder zu versuchen, uns davon zu
überzeugen, dass du mehr bist als nur der sexy Vampir, denken wir uns, aber
sagen es nicht.)“
„Ich habe wirklich nichts
zu sagen, “ sagt er. „Also denke ich mal nicht, Oh, ich wünschte mir, sie
würden mich öfter nach meinem Handwerk fragen, als nach meinen Haaren.“
Gibt es noch irgendetwas,
von dem du dir wünschen würdest, du hättest es in diesem Interview gesagt?
„Okay, “ sagt er. Atmet
tief ein. “Ich hab Joe Jonas gef**t.”
Wir wussten es!
„Ich liebe ihn.“
*****
Vielleicht lügt er, wenn
er über seine Zukunft spricht, wenn er spielt, als würde es ihn nicht kümmern.
Aber vielleicht ist er auch nicht sonderlich in Sorgen darüber, was er als
nächstes tut. Wenn du dich nicht zu einem Ziel bekennst, musst du dir auch
keine Sorgen darum machen, was du machst, oder nicht machst, um es Wirklichkeit
werden zu lassen. Darüber, was dein Name auf vier oder fünf Vampir-Filmen
verursacht, um dorthin zu gelangen. Über die Wahlen, die du triffst und die
Wahlen, die dir die Zeit, die Trägheit oder andere Menschen abnehmen.
Vielleicht ist zurücklehnen und über dein Leben in den Foren nachlesen weniger
gruselig, als sich zu entschließen, mit 22 etwas zu machen, das vielleicht
damit endet, dass es deine Fähigkeiten übersteigt. Oder vielleicht denkt er
auch wirklich daran, ein Anwalt zu werden. Wer weiß das schon.
Pattinson schaut auf sein
Handy. Er hat keine neuen Nachrichten.
„Nicht eine einzige Person
ruft mich an, “ sagt er. Vor nicht allzu langer Zeit, sagt er, machte er sein
englisches Handy nach sechs Monaten mal wieder an; er hatte zwei Anrufe in
Abwesenheit, von kichernden Teenagerinnen, die fragten, ob sie Edward sprechen
könnten.
Wir fragen, was er für
heute Abend vorhat; er murmelt irgendetwas von „irgendjemandes Geburtstag.“ Dann
redet er über seinen sozialen Kreis, den er in der Stadt hat. „Es ist so
verrückt, “ sagt er. „Es ist wie, „Du bist in L.A. mein Freund. Es hatte nie
beabsichtigt, irgendeine Verantwortung für dich zu haben.“
(„Irgendjemandes
Geburtstag“, zufälliger Weise kommt heraus, dass es ein quasi starbesetztes
Essen im Il Sole am Sunset Boulevard war, „L.A. Freunde“ beinhaltet auch die „Mädchen
küssende“ Popsängerin Katy Perry.)
Pattinson bietet uns an,
zu unserem Hotel zu fahren. Als wir uns bereit machen zum Gehen schaut er aus
dem Fenster hinter ihm. „Nun, “ sagt er. „…wirst nun die andere Seite davon
erleben.“
Entschuldigung?
“Der 14-jährige Paparazzo
ist draußen.” sagt Pattinson.
Und natürlich – als wir
nach draußen kommen, ist dort dieses Kind, ein finster blickender „Dennis the
Menace Typ“ in Baggy Jeans, welcher mit einer riesigen Kamera Fotos schießt.
„Du siehst so jung aus, “
sagt Pattinson zu dem Kind, welches rückwärts in den anfahrenden Verkehr läuft,
immer noch Bilder schießend. „Wie alt bist du?“
„16!” sagt das Kind. Er
sieht wie 14 aus. Der Moment könnte nicht verrückter sein, es sei denn, wir
würden von einem Zwerg in Lendenschurz fotografiert werden. Für einen Moment,
wir folgen Pattinson über die Straße zu seinem Auto, ducken wir uns und
versuchen, uns in der Kapuze unseres Pullovers zu verstecken; dann erinnern wir
uns daran, dass wir Niemand sind, dass das Kind nicht einen Scheiß darauf gibt,
wer wir sind, dass wenn wir in die andere Richtung von Pattinson laufen, weg
von seinem Sichtfeld, er uns in Ruhe lassen würde. Wir stellen uns vor, wie es
wäre, wenn wir dieses Leben führen würden, die ganze Zeit. Es würde uns
verrückt machen und wir würden wahrscheinlich in der Angst leben, dass das
jemals aufhören würde, aus dem Grund heraus, was das bedeuten würde.
Ein paar Tage später, die
Bilder tauchen im Internet auf. Es wird atemlos behauptet, dass Pattinson einen
verspäteten Snack (es war genaugenommen gegen 18 Uhr) zu sich nehmen würde, mit
einem „mysteriösen Mann“ (uns) am Dienstag (es war Mittwoch). Wir sind auf ein
paar Bildern mit ihm, Pattinson sieht merkwürdig aus, vielleicht bekifft, aber
trotzdem noch hübsch, während wir verschwitzt, schuldig und vermutlich durch
Inzucht erzeugt aussehen.
Wir schaffen es zum Auto
und rasen davon. Pattinson’s alter '89 BMW gab endlich vor ein paar Wochen den
Geist auf, also fährt er einen geliehen Audi S4. Es ist eine
Junior-Nachwuchs-Agent-auf-dem-Weg-Fahrt. Wir sagen ihm das so. „Ich glaube
mein Agent hat sogar so ein Auto, “ sagt Pattinson. Bevor wir auch nur 50 Meter
weit gekommen sind, beschlägt die Windschutzscheibe und Pattinson kann nichts
sehen. Er ist das Auto noch nie an einem kalten Tag wie diesem gefahren und er
weiß nicht, wo der Entnebelungs-Knopf ist.
Er macht die Heizung an –
„Das muss doch sicherlich auch irgendwas bewirken, richtig?“ – und schlängelt
sich dann in den Verkehr, immer noch blind, flucht seinen Weg in den linken
Streifen. „Ich denke, ich mache mich besser in Melrose, denn dort gibt es keine
Fußgänger, die kreuzen könnten,“ sagt er. „Du wirst noch bereuen, dass du
zugestimmt hast, mich fahren zu lassen.“
Dann drückt er noch einen
anderen Knopf. Erfolg. Die Scheibe beginnt sich zu klaren und immerhin kann
Pattinson nun sehen, wo er hinfährt.