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Donnerstag, 6. Oktober 2016

Entertainment Weekly featuring Outlander Season 3


Die Auseinandersetzung der Tartans.....
Eine epische Schlacht ist nur der Anfang, wenn Starz` Outlander für die erwartete dritte Staffel in 2017 zurückkehrt. Rechnet mit mehr Schwertkämpfen, Wiedervereinigungs-Sex und einer Kreuzfahrt in der Karibik (Nein, nicht wirklich!)


Es war Kampf genug...
...für Sam Heughan zu vermeiden, seinen Filmpartner nicht zu verletzen. Aber der attraktive Schotte, der Jamie Fraser in Starz’ Outlander spielt, gibt auch zu, dass Kollateralschäden unvermeidlich sind, wenn man einen epischen Konflikt nachspielt, der Hunderte von Highlandern im realen Leben getötet oder verstümmelt hat. "Ich habe vielleicht Tobias Menzies versehentlich getroffen," gesteht Heughan über seinen Sparringpartner, der in dem Zeitreise-Drama sowohl im 18. Jahrhundert den britischen Offizier Jonathan "Black Jack" Randall spielt, als auch den Historiker Frank Randall aus dem 20. Jahrhundert. "Er [Tobias Menzies] hat es sogar einmal geschafft, sich selbst die Lippe aufzuschlagen. Aber ich denke, dass ist die Strafe für alles, was er mir angetan hat."
Für die Fans der Serie, die auf Diana Gabaldons Bestseller beruht, ist es der dritte Monat Droughtlander - der Spitzname für die gefürchtete Zeitspanne, in der keine neue Folge auf Starz ausgestrahlt wird - daher lesen leidenschaftliche Fans die Romane erneut und verbreiten alte Fotos von Jamie und seiner Frau Claire (Caitriona Balfe) auf Twitter. Aber für den Cast und die Crew ist es bereits Zeit, in Cumberland, einer idyllischen Stadt außerhalb Glasgows in Schottland, die als Heimatstandort für die Serie dient, zurück an die Arbeit zu gehen. Anfang August haben sich Heughan und Hunderte von Statisten auf einem offenen Feld versammelt, um die bis jetzt größten Außenaufnahmen des Dramas zu drehen - die historische Schlacht von Culloden 1746. Der Konflikt, der das erste Mal im Staffelfinale im Juli angerissen wurde, dient als Hintergrund für die endgültige Auseinandersetzung: Jamie gegen Black Jack, der Mann, der ihn in Staffel 1 gefoltert und vergewaltigt hat. "Es fühlt sich an, als wäre es etwas, das man seit langer Zeit hat kommen sehen," sagt Heughan, 36. "Es ist für beide Charakter sehr intensiv und emotional, etwas was beide gesucht haben."
Die Wahrheit ist aber, es kann nicht wie jeder andere Kampf sein. Das Problem ist, dass es kein Ausgangsmaterial für das Duell gibt, auf das man zurückgreifen könnte. Ronald D. Moore entfernt sich dramatisch von Gabaldons drittem Buch "Voyager” [dt. "Ferne Ufer"], wenn er die Schlacht darstellt, an die sich Jamie im Buch nicht erinnern kann. Es ist nicht der einzige große Sprung in dieser Staffel: Das Drama beginnt mit Jamie und Claire, die beide in zwei verschiedenen Jahrhunderten getrennte Leben führen, bevor sie wieder für ein tropisches Abenteuer zusammenkommen (später mehr zu dieser gewaltigen Änderung der Landschaft). Aber wenigsten sind diese Handlungsstränge in "Voyager".
Warum Gabaldons Puristen mit einer Schlacht erzürnen, wenn die Serie 2017 zurückkommt? (Starz schweigt über ein genaues Premierendatum) "Für die Serie fühlte es sich so an, dass wir es die ganze Zeit versprochen haben und es fühlte sich so an, als wenn wir das haben sollten," erklärt Moore. "Wir sollten den Zuschauern einen Eindruck vermitteln, was auf diesem Moor passiert ist."
Vielleicht sollten wir zusammenfassen, was lange, bevor der Kampf begonnen hat, passiert ist: Die Serie, die 2014 begann, folgt einer aus dem 20. Jahrhundert stammenden Krankenschwester, als diese auf mysteriöser Weise an einem Ort, der sich Craigh na Dun nennt, durch die Steine und die Zeit reist, um im 18. Jahrhundert zu landen, wo sie mit dem rauhbeinigen Highlander Jamie eine leidenschaftliche Liebesbeziehung beginnt. Claires Wissen aus der Zukunft, insbesondere wie das schottische Clansystem eventuell mit der Schlacht von Culloden ausgelöscht wird - führte das Paar in der letzten Staffel auf ein actiongeladenes Abenteuer. Aber sie waren nicht in der Lage den Krieg zu verhindern, daher schickt Jamie im Staffelfinale der zweiten Staffel, eine jetzt schwangere Claire zu ihrem Ehemann Frank (ebenfalls gespielt von Tobias Menzies) aus dem 20. Jahrhundert zurück, um ihr Kind Brianna (Sophie Skelton) großzuziehen, während er [Jamie] an der Spitze der Frontlinie steht, um gegen die Briten zu kämpfen. "Es war eine großartige Art in den Charakter zurückzukommen," sagt Heughan über die beginnende Schlacht. "Das Drehbuch wurde von Ron geschrieben und es ist hervorragend. Ich fühle wahrhaftig, dass es sich für die Menschen, die (seit mehr als zwei Jahren) einschalten und dabei bleiben, lohnen wird. Es fühlt sich schon jetzt wie eine sehr starke Staffel an."
Und es wird eine voll ausgefüllte. Während Jamie sich ohne die Liebe seines Lebens eine neue Existens im 18. Jahrhundert zusammenkratzt, nimmt Claire ihre Ehe mit Frank in Boston des 20. Jahrhunderts wieder auf und verfolgt eine Karriere als Chirurgin. (Und nein, sie filmen nicht heimlich Szenen in Massachusetts. Teile von Glasgow stehen für die amerikanische Stadt)
"Wir werden die Wege, die Jamie und Claire über die 20 Jahre hindurch gehen, parallel zeigen," erklärt Balfe, 36. "Wir zeigen ein paar unterschiedliche Zeiten in Claires Leben mit Frank und Brianna, was ziemlich interessant ist, denn da sind gewisse Zeiten, in denen wir die 40er zeigen und dann gibt es bisschen aus den 50ern und ein bisschen aus den 60ern. Es ist in den ersten paar Folgen sehr abwechslungsreich."
Unterwegs pflegt Claire eine Beziehung zu einem Kollegen namens Joe Abernathy (Britischer Schauspieler Wil Johnson), ein Arzt in Ausbildung, der ihr durch eine besonders schwere Zeit zu Hause hilft. "Wir werden etwas von Claire als Mutter sehen, wie Claire versucht ihren Platz in der neuen Situation zu finden und wie sie sich abmüht, mit Frank eine Verbindung herzustellen und in dieser Ehe zu leben, die im Vergleich zur Beziehung mit Jamie so leer ist," gibt Balfe als Vorgeschmack. "Leider ist Voyager so ein dickes Buch, so dass wir wirklich nur das aufnehmen können, worauf meiner Meinung nach die meisten Menschen warten, es sehen zu können, bevor Jamie und Claire wieder vereint sind.”
Aye, Sassenach! Und wenn Balfes anderes Ich für die lang erwartete Wiedervereinigung ins 18. Jahrhundert geht, werden sie bald Wasser, Strände und tropische Anlaufhäfen erwarten. Ja, du hast richtig gelesen: Outlander ist auf dem Weg in die Karibik. „Dies ist das Verrückte an Outlander“, fährt die Schauspielerin fort. “Jede Staffel hat ihre eigene Identität. Ich habe noch nicht mit Sam gearbeitet (jetzt in dieser Produktion) und es fühlt sich im Moment wie eine ganz andere Welt an. Und ich weiß, in einigen Monaten wird es sich wieder komplett anders anfühlen. Wir werden in einem anderen Land sein und nicht einmal auf festem Boden stehen." Moore würde lieber nicht spoilern, warum es für Jamie und Claire notwendig wird, aus Schottland zu fliehen und den tosenden Atlantik zu überqueren. (Also hütet eure Zungen, Buchleser) Aber wir können offenbaren, dass die gesamte Produktion nach Neujahr nach Cape Town in Südafrika umziehen wird, wo nächstes Jahr in den Sound Stages Starz‘ Piraten Drama ‘Black Sails’ abgedreht wird und als Karibik dient. „Sie haben Schiffe in Wasserbecken!“ schwärmt Moore. „Sie haben buchstäblich feststehende Schiffe, die auf trockenem Land gebaut sind, denen es aber auch möglich ist aufs Wasser zu gehen. Es ist eine große Unbekannte, weil wir in dieser Klimazone noch nicht gearbeitet haben. Das Licht wird ganz anders sein, die Stimmung wird anders sein, die Farben werden sich verändern. So wird es eine Herausforderung werden, dies zustande zu bringen und es so zu machen, dass es sich immer noch wie ein Teil von Outlander anfühlt.”
Verwechsle sein Händeringen jedoch nicht mit Jammern. Es ist einfacher, die Grenzen zu verschieben, nun da die 4. Staffel des Dramas grünes Licht bekommen hat, was bedeutet, dass der 4. Roman von Gabaldon, Drums of Autumn, seinen Abschluss findet und das meist geshippte Paar im TV auch 2018 sehr beschäftigt bleiben wird. „Es ist erschreckend,“ gibt Balfe zu, die ihre freie Zeit genutzt hat, um als Nebendarstellerin im diesjährigen Film „Money Monster“ von Regisseurin Jodie Foster mitzuspielen. “Schauspieler sind total neurotische Menschen. Das reicht von ‘Ich hätte gerne einen dauerhaften Job,’ bis zu ‘Oh Gott, ich habe einen dauerhaften Job.’ Aber diese Stabilität zu haben, und unser Leben mit diesen Charakteren fortzuführen, ist wirklich spannend.”
Aber lasst uns nicht vorgreifen. Es gilt für die Premiere eine wichtige Schlacht zu schlagen, die, wenn sie richtig ausgeführt wird, für jeden in der Outlander-Nation etwas zu bieten hat. „Denn wegen des Kampfes ist mein Hemd natürlich zerrissen und zerfetzt,” erklärt Heughan. “Das ist das großartige an der Serie, es ist kein Fake. Also, yeah, die Kostüme gehen also ganz selbstverständlich kaputt und vielleicht kommt hier und da mal eine Brustwarze oder ein Brustmuskel zum Vorschein. Das ist aber sicherlich nicht absichtlich.“
Aber es ist nicht weniger willkommen.    
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Sneak Peak: Diana Gabaldons nächster Roman
Wie viele Staffeln lang könnte Outlander laufen? Nun, falls das Ausgangsmaterial irgendwelche Aufschlüsse darüber gibt, dann wohl eine ganze Weile. Bestsellerautorin Diana Gabaldon ist immer noch mit ihrem 9. Roman beschäftigt, „Go tell the bees I’m gone”. Ein Auszug davon wird auf der Collector Blu-ray Edition Box von Staffel 2, die am 1.11.16 erscheint, enthalten sein. Hier ist ein frühzeitiger Ausblick auf einen Teil dieses Auszugs, in dem Claire und Jamie sich in Erinnerungen an die Nacht, in der ihr totgeborenes Baby Faith gezeugt wurde, befinden.   
„….die Nacht in der wir Faith zeugten.“ Ich hob überrascht meinen Kopf. „Du weißt, wann wir sie gezeugt haben? Ich weiß das nicht.“ Er strich mit seiner Hand langsam meinen Rücken hinab, seine Finger hörten auf Kreise in die Kuhle meines Kreuzes zu malen. Wäre ich eine Katze, würde ich ihm mit meinem Schwanz zärtlich unter seiner Nase entlangstreichen. „Aye, nun ich vermute, ich könnte auch falsch liegen, aber ich dachte immer, dass es in der Nacht, als ich im Kloster in dein Bett kam, geschah.“
Für einen Moment tastete ich mich an meinen Erinnerungen entlang. Diese Zeit im Kloster von St. Anne, als er einem selbst gewählten Tod so nah kam, war eine, die ich selten aufgriff. Es war eine entsetzliche Zeit der Furcht, Bestürzung, Verzweiflung und Zerstörung gewesen. Und jetzt, wenn ich zurückblicke, finde ich eine Handvoll plastischer Bilder, die hervorstechen wie angestrahlte Buchstaben auf einer Seite in altertümlichen Latein. Vater Anselms Gesicht, so bleich im Kerzenschein, seine Augen warm vom Mitgefühl und dann das wachsende Leuchten der Verwunderung, als er mir die Beichte abnahm. Die Hände des Abtes, die Jamies Stirn, Augen, Lippen und Handflächen berühren, zart wie die Berührung eines Kolibris, salbten seinen sterbenden Neffen mit dem heiligen Salböl der letzten Ölung. Die Stille der dunklen Kapelle, in der ich für sein Leben gebetet hatte und die Antwort auf meine Gebete bekam.   
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@ Yvonne & Gabie 05.10.2016



Quelle: Entertainment Weekly presents Outlander first Look by Lynette Rice

Achtung: Dies ist eine deutsche Übersetzung des Artikels " Entertainment Weekly presents Outlander first Look by Lynette Rice" aus der EW Oktober 2016. Die Inhalte stellen nicht unsere Meinung dar, sondern wir übersetzen nur das, was im Artikel geschrieben wird. Auch übernehmen wir keine Garantie, dass wir alles zu 100% richtig verstanden haben, aber wir haben alles im bestem Wissen und Gewissen übersetzt.


Montag, 26. September 2016

Sam Heughan Elle Interview September 2016

Mit Sam Heughan übers schwitzen, Schafe dippen und Outlander Spoiler plaudern

Das ist ganz schön irre oder? 

Von Estelle Tang, 23.September 2016

Ich weiß ich bin am richtigen Ort, als ich die Schreie höre. Als ich mich dem Barbour Shop auf NYC Madisons Avenue nähere, steigt ein - schon aus 100 Fuß Entfernung - gut aussehender Mann aus dem Auto und die Dezibelzahl geht plötzlich nach oben. Stark nach oben!

Hinter einer Absperrung steht eine riesige Zuschauermenge auf dem Bürgersteig. Eine Frau wartet bereits seit Mitternacht, eine andere kam um 4 Uhr morgens den ganzen Weg von Washington DC, wieder eine andere sagt sie kommt aus Norwegen.
Sie sind hier, um Sam Heughan zu sehen, er winkt der Menge zu gut gelaunt zu, macht ein paar Fotos, bevor er mit ausschreitenden Schritten durch die Ladentür geht. Bewundernde Bemerkungen wie „Er ist so hübsch!“ schweben hinter ihm her. In einer Art Echo ruft Heughan anerkennend. „Das ist ein hübscher Shop!“ Alle fühlen sich eindeutig hübsch in diesem Moment.

Zwischen all diesen geschichtsumwobenen Tartans und Jacken der klassischen Marke sprach ich mit Sam Heughan über seine Rolle als weltweiter Markenbotschafter von Barbour, was wir von Staffel 3 von Outlander erwarten dürfen und was er wohl täte, wenn er nicht den Schotten aus dem 18. Jahrhundert darstellen würde.  

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Barbour?

Vizevorsitzende Helen Barbour und ich haben festgestellt, dass der Schöpfer des Familienunternehmens  „Barbour“ und ich aus dem gleichen Dorf stammen. Es sah also einfach nach einer großartigen Verbindung aus. Ich bin in Schottland aufgewachsen und jedermann trug Barbour. Es ist einfach sehr praktisch, eignet sich total gut, draußen in der Natur zu sein. Das ist es, was die Wildhüter, Fischer und die Farmer tragen wollen.

Hast du irgendwelche Outdoor-Erinnerungen an deine Kindheit in diesem Dorf?

Es hört sich immer so unwirklich an, aber bin auf einem alten Burggelände geboren und aufgewachsen. - Kenmure Castle.

Das hört sich so erfunden an.

Es ist schon ein bisschen irre oder? Aber es war außerdem eine Farm, auf der gearbeitet wurde, indem wir den lokalen Farmern halfen, die Schafe einzutauchen (dippen) und zusammenzutreiben. Und der ortsansässige Schäfer, ich erinnere mich lebhaft an seine alte Barbour Jacke, mit einem Flachmann in der Tasche. Das hier fühlt sich alles sehr vertraut an, wie ein Teil meiner Kindheit. Der Geruch des Wachses. Wann immer ich nun eine anziehe, fühlt es sich einfach behaglich an.

Schafe dippen, was ist das?

Das bedeutet die Schafe von allem Ungeziefer zu reinigen, es ist eine alljährliche Prozedur bevor sie die Schafe scheren.

Nun, du hast eine Kapsel-Kollektion mit Barbour entworfen. Was hat dich bei den Stücken inspiriert? 
(Anm. des Übersetzers: Eine Capsule Collection (dt. Kapsel-Kollektion) ist eine einmalig produzierte und limitierte Mini-Kollektion, die meist im Rahmen einer Kooperation entsteht. Das heißt: Labels entwickeln eine Sonderedition für eine Boutique oder eine Kette, Marken entwerfen gemeinsam ein Produkt oder ein Star wird angeheuert, um Bekanntheit und Begehrlichkeit zu steigern.)

Sie haben dieses riesige Archiv, in dem sie all diese Jacken aufbewahren, bis zurück nach 1894, als sie damit begannen. Sie sind immer noch tragbar, sie sind gut erhalten. Das ist es was mich inspiriert hat. Zu sehen wie sich die Jacken über die Jahre hinweg verändert haben, um dem Anwendungszweck zu dienen. Für den 2. Weltkrieg, für Motorradfahrer. Es ist alles sehr praktisch. Das ist es, was ich in meiner Kollektion widerspiegeln möchte. Ich liebe die freie Natur, liebe es auf Berge zu steigen. Aber ich mag es auch im Herbst durch die Straßen von New York zu einer Bar zu laufen. Was ich mir von einer Jacke wünsche ist also sehr unterschiedlich, aber es hat immer noch eine Gemeinsamkeit.
  
Ich habe gelesen, dass du ein Fan von Bear Grylls bist. Wenn du also jetzt ein Beispiel für eine Herausforderung nennen müsstest, was für eine wäre es?

Ich fühle mich schon immer zum Ausdauersport hingezogen und ich denke auch, dass es eher deine innere Einstellung ist, die deinen Körper antreibt, was definitiv der Grund ist, warum Bear Grylls Bücher mich so ansprechen. Ich bin irgendwie besessen vom (Mount) Everest und all diesen Männern, die auf Berge steigen und sich selbst an solche extremen Grenzen bringen. Seit ich zurück nach Schottland ging, um an Outlander zu arbeiten, bin ich viel geklettert und draußen in den Highlands gewesen. 

Ich stelle mir vor, dass es in Schottland ziemlich kalt ist, während ihr filmt.

Ich kam diese Woche von Schottland – Ich drehe im Moment und gerade haben wir die zwei ersten Episoden der 3. Staffel abgedreht. Es ist eisig kalt. Es regnet.

Ist denn nicht Sommer?

Yeah, das ist Schottland. Es ist immer naß. Schottland ist bekannt für diese Wetterlage. Das Wetter geändert sich alle 10 Minuten.

Aber du hast es einfacher als dein Co-Star Caitriona Balfe, die diese riesigen Kleider tragen muss, mit denen sie nicht mal durch die Tür kommt. Ist sie manchmal wütend auf dich?

Weißt du, ich bin jeden jeden Tag dankbar, weil es für die Frauen wirklich schwierig ist. Und in jenen Tagen war es schrecklich. In diesen ganzen Korsetts, meistens in irgendwas Einschränkendes eingeschnürt. Wohingegen es für die Männer sehr entspannt war. Sie gaben mir eine halbe Stunde, um am Morgen fertig zu werden, um meinen Kilt anzuziehen. Ich kann das in 2 Minuten erledigen. Das ist großartig. Die arme Caitriona benötigt 45 Minuten.
 
Gibt es etwas, was du uns über die bevorstehende Staffel sagen kannst?

Die dritte Staffel basiert auf dem dritten Buch. Ich will es nicht beschreien, aber es fühlt sich sehr überzeugend an, sehr überraschend. Es passiert eine Menge in dieser (Staffel). Während die zweite Staffel sehr politisch war – eine Menge Intrigen und selbst Diana Gabaldon sagte, es sei schwer zu adaptieren – so denke ich, das dritte Buch ist eines der Überraschendsten überhaupt. So viel Zeit ist vergangen – 20 Jahre – die Charakter waren getrennt und sind wieder zusammen, also gibt es einiges an sehr emotionalem Stoff.

Hast du viel Zeit für das Make-up benötigt um diese vergangene Zeit darzustellen?

[schielt verschlossen] Jamie muss altern – Ich gebe nicht preis wie. Aber ich denke, es geht weniger darum, älter auszusehen, als zu zeigen, durch welche Erfahrungen er gehen musste. Ich verbringe jedenfalls Stunden mit dem Make up, weil ich dauernd in Dreck oder Blut gebadet bin. Du kannst das Make up noch an meinen Fingernägeln sehen. Es geht einfach nicht ab. Ich habe die letzten zwei Wochen auf einem Schlachtfeld zugebracht.
 
Nun, ich behaupte mal Caitriona hat es hier einfacher als du, denn du verbringst eine Menge Zeit damit, ziemlich wenig  Klamotten zu tragen und noch dazu in Matsch gebadet zu sein. Wie gehst du damit um? Hast du einen psychologischen Trick, um dich warm zu halten.

Ich tendiere dazu, eher die Kälte zu genießen, als die Hitze. Ich habe hier deshalb immer die Klimaanlage an. Weil ich anfange zu schwitzen, sobald die Sonne rauskommt.

Wenn du Jamie ein Barbour Kleidungsstück geben könntest, in den 1700ern, was wäre es?

Er ist ein praktischer Typ. Ich würde ihm eine von den praktischen Wachs-Jacken geben. Die würde ewig halten und ihn warm und trocken halten. Und tarnt außerdem gut.
 
Er würde wahrscheinlich denken, du wärst eine Art magischer Zauberer. 

Ich denke, er ist schon mit einer Menge Dinge klargekommen und hat alles ohne große Mühe weggesteckt. Wenn er es glauben kann, dass Claire aus der Zukunft kommt, dann ist eine Barbour Jacke eine einfache Hürde für ihn. 

Quelle:      
http://www.elle.com/culture/movies-tv/interviews/a39471/sam-heughan-interview-barbour/

     
     

              




    









Dienstag, 20. Mai 2014

Premiere Mai 2014




 
 
14. April 2014

 

14 Minuten sind vergangen, seitdem Robert Pattinson in einem der Räume dieser riesigen Lagerhalle, die in ein Fotostudio umgewandelt wurde, verschwunden ist, um sein Make-up aufgelegt zu bekommen.

Als er letztendlich heraustritt, ist sein Gesicht mit weißer und schwarzer Farbe bedeckt, die verblasst, als wir einige Zeit später, nachdem wir fertig sind, literweise Wasser und Gatorade in sein Gesicht schütten. Es ist klar, dass das Teen-Idol aus Twilight-Saga vollständig verschwunden ist. An seiner Stelle verbleibt ein Schauspieler, der mehr und mehr fasziniert, ein Künstler – einer der sich sogar die eine oder andere Inszenierung der Session mit Fotograf Danielle Lewit ausgedacht hat – dessen Filmografie ernsthaft zu beeindrucken beginnt. Seit Beginn dieses Jahres hat er mit Werner Herzog (Queen of the Desert) und Anton Corbijn gefilmt (Life), zu denen er kürzlich Harmoni Korine und James Gray (The Lost City of Z) hinzugefügt hat. Nachdem er hier 2012 Cosmopolis präsentiert hat, feiert er sein Comeback in Cannes gleich mit zwei Filmen. „Maps to the Stars“, welcher seine Wiedervereinigung mit David Cronenberg markiert, und „The Rover“, der neue Spielfilm von David Michôd (Animal Kingdom). Ein Western um verkrampfte Antizipation, bei dem sich Pattinson, unergründlicher als jemals zuvor, beweist, dass die Zukunft ihm gehört.

Premiere: Wir haben dich vor zwei Jahren im Fond einer Limousine in Cosmopolis verlassen und finden dich nun im neuen Film von David Cronenberg, „Maps to the Stars“ hinter dem Lenkrad einer solchen wieder. Macht er das mit Absicht?

Rob: Vielleicht bauen wir eine Trilogie rund um Limousinen…keine Ahnung, ob das in seinem Fall eine bewusste Entscheidung von ihm war oder nicht.

Premiere: Der „Rote Faden“ ist aber, dass du in jedem Film mit einer erfolgreichen Schauspielerin schläfst…

Rob: Diese Szene mit Julianne Moore war so komisch. Und wir hatten uns gerade erst getroffen, kurz bevor wir diese Szene drehten.

Premiere: Das war ja auch bei Juliette Binoche der Fall, mit der du die Sexszene in Cosmopolis gedreht hast. Ist das deine neue Art Schauspielerinnen am Set willkommen zu heißen?

Rob: Ich erinnere mich, dass ich Julianne getroffen habe, bevor wir damit anfinden diese Szene zu drehen. Sie hat mir den Ratschlag gegeben, stilvolle Projekte auszuwählen und intelligente Filme zu drehen. Und dann sagt David plötzlich „Action“ und wir fangen an, wie die Tiere im Auto zu rammeln. Sehr stilvoll, das ist richtig… (lacht)

Und dazu war es außerdem noch kochend heiß. Ich habe geschwitzt wie verrückt und Schweißtropfen sind meine Stirn herunter gelaufen. Ich habe mich selbst gefragt, warum ich keinen Herzinfarkt bekommen habe. Jedes Mal, wenn ein Tropfen gefallen ist, versuchte ich zu verhindern, dass er auf Juliannes Rücken endete. Es war lächerlich, nach einer Weile hat sie sich besorgt in meine Richtung gedreht und mich gefragt: ‚Bist du Okay? Hast du eine Panikattacke?’ Ich war total außer Atem, komplett durchnässt, währenddessen sie nichts davon war.

Premiere: Du siehst nicht wie der Typ Schauspieler aus, der seinen Job nur zur Hälfte macht.

Rob: Genau. Es ist mein eigener Schweiß, den du auf der Leinwand siehst.

In „The Rover“, waren die Fliegen mein Problem. Ich habe noch niemals so etwas wie das erlebt. Wir waren permanent von Filmblut bedeckt und sobald wir raus kamen, fingen fünfzig Fliegen an, uns zu umkreisen. Den ganzen Tag lang, es wollte nicht enden.

Premiere: Die glamouröse Seite von Australiens Outback.

Rob: Wir haben den Film wirklich mitten im Nirgendwo gedreht. Die meisten der Leute, die du im Film siehst, sind am gleichen Tag angeworben worden. Wie dieser kleine Typ, der eine Knarre an Guy Pearce verkauft und rum läuft und „Fuck, Fuck, Fuck!“ vor sich hingrummelt. Er war wirklich so. Außerdem war da noch dieser Kerl mit dem verrückten Gesicht, den man im Laden sieht. Sie haben ihn gefunden, während sie nach diesem Ort gesucht haben. Er kam in dieses Haus und dachte es wäre verlassen und landete Auge in Auge mit diesem Typen und seiner Frau, die nackt war. Später fanden sie heraus, dass sie eine FKK-Anhängerin war.

Premiere: Eine der Stärken dieses Films ist sein Minimalismus. War das auf diese Weise auch auf dem Papier schon so?

Rob: Ja, dieser Eindruck von Trostlosigkeit kam aus dem Drehbuch, welches mich mit seinem hungrigen Aspekt gepackt hat. Der Film ist extrem karg, aber das ermöglicht es, eine eigene außerirdische Welt zu kreieren. Eine Eigenschaft, die mich auf eine Art an „Cosmopolis“ erinnert.

Premiere: Dieser Film markierte ganz klar einen Wendepunkt in deiner Karriere. Du hast uns einmal erzählt, dass er dir „Eier in der Hose“ gegeben hat. Wachsen sie noch?

Rob: Wenn du in einem Blockbuster spielst, dann wirkst du in einem Ensemble mit, ohne wirklich zu wissen wie. Bei den kleineren Filmen, die ich nun mache – und vermutlich ist das so, wegen ihrer anspruchsvollen Seite - fühle ich mich als würde ich etwas erschaffen. Es ist irgendwie greifbarer. David Michôd hat mich in „The Rover“ eine Menge verschiedene Dinge ausprobieren lassen, wie etwa verfaulte Zähne zu haben oder die rasierte Rückseite meines Kopfes, weil ich dachte, dass es den Charakter verletzlicher macht, wenn sein Nacken auf diese Art so ungeschützt ist.

Premiere: „The Rover“ scheint eine neue Stufe auf deiner Karriereleiter zu sein. Empfindest du das auch so?

Rob: Das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte, einen Erwachsenen auf der Leinwand zu sehen, war als ich den Dior-Werbespot sah, den ich letztes Jahr mit Romain Gavras gedreht habe. „The Rover“ bestätigte dieses Gefühl, welches sich in „Life“ fortsetzte, der Film, den ich gerade mit Corbijn gedreht habe. Ich denke, ich habe mehr Vertrauen in mich selbst und die beiden Auswahlen für Cannes helfen dabei sehr. All die Jahre für Twilight blöd angemacht zu werden, hat mein Ego etwas lädiert.

Premiere: Siehst du dieses Festival als eine Art „Ritterschlag“?

Rob: Du hast ja keine Ahnung…es ist eine riesige Anerkennung. Für lange Zeit wünschte ich mir Rollen, ohne wirklich zu wissen, ob ich sie auch wirklich spielen kann. Heute fühle ich mich bereit, Risiken zu übernehmen und dazu zu stehen.

Premiere: Vor zwei Jahren hast du uns erzählt, dass du verzweifelt versucht hast, Romain Gavras zu kontaktieren. Du hattest letztendlich Erfolg.

Rob: Diese Werbung für Dior war der einzige Erfolg versprechende Weg, den ich fand, um ihn zu kontaktieren. Ich sagte mir: ‚Jetzt wird er notgedrungen antworten.’

Auf eine Art habe ich mich so gefühlt, als hätte ich mir diesen Anruf erkauft.

Premiere: Von wem kam die Idee, dich aussehen zu lassen wie den jungen Belmondo?

Rob: Von Dior. Das Originalkonzept war sogar noch mondäner. Es wurde verfeinert und nach und nach angepasst. Durch diese Art wie Romain mit seinem Kameramann zusammen gearbeitet hat, ergab sich dieses extrem lebendige Ergebnis. Du musst dazu wissen, dass es uns nicht wirklich erlaubt war, jenen Teil, in dem ich am Strand Auto fahre, zu drehen. Romain hat das um 7 Uhr morgens gemacht und er hörte nicht auf zu schreien: ‚Beeilt euch, wir verlieren das Licht!’ Was für ein Licht? Es war 7 Uhr morgens!’

Der Sand war nass und das Auto blieb darin stecken. Also musste ich bis zu 100Km/h schnell mit diesen beiden Models auf dem Rücksitz fahren, während Romain immerzu schrie: ‚Wir verlieren das Licht! Wir verlieren das Licht!’

Niemals hätte ich gedacht, dass ich mich selbst einmal in dieser Art von Werbung wieder finde, aber ich muss eingestehen, dass es eine wirklich positive Erfahrung war. Dior gab uns eine wirklich unglaubliche Menge an Freiheit.

Premiere: Während unseres letzten Interviews hast du uns erzählt, dass es einer deiner Träume war mit James Gray zu arbeiten, was ja bald der Fall sein wird.

(Pattinson wird demnächst an der Seite von Benedict Cumberbatch in „The Lost City of Z“ zu sehen sein.)

Rob: Sie haben den Dreh nochmals auf Januar verschoben, und irgendwie werde ich des Wartens langsam müde. Es wird in Columbia gedreht und es wird sicher verrückt. In der Zwischenzeit werde ich möglicherweise etwas mit Harmony Korine drehen, wovon ich träume seitdem ich 17 bin. Genau wie mit James Gray. Ich habe ihn gefragt, um was es in dem Film geht, aber er wollte mir noch nichts dazu sagen.

Premiere: Du hast noch Werner Herzog zu deinem Lebenslauf hinzugefügt. (Queen of the Desert mit Naomi Watts)

Rob: Ich habe das überhaupt nicht erwartet. Es ist eine sehr kleine Rolle, aber ich liebte es mit ihm zu arbeiten. Egal, was das Thema ist, immer hat er eine unwahrscheinliche Geschichte oder eine Anekdote dazu zu erzählen. Wir haben gedreht, während der Prozess von Amanda Knox (eine Amerikanerin, die verdächtigt wird, einen von ihren Zimmergenossen in Italien getötet zu haben) wiedereröffnet wurde, und Herzog erzählte uns wirklich ernsthaft: ‚ Ich sah Dokumente, die die Öffentlichkeit niemals gesehen hat und ich kann euch garantieren, dass sie schuldig ist.’ (lacht) Natürlich habe ich ihm überhaupt nichts geglaubt.

Premiere: Bist du immer noch so beliebt bei den Paparazzi? Oder hat die Hysterie nachgelassen?

Rob: Ich werde immer besser darin, nicht entdeckt zu werden. Als ich das letzte Mal nach London zurückkam, wurde ich nicht ein einziges Mal fotografiert. Mein bester Freund sagte zu mir: Das nächste Mal, wenn dich wieder jemand fotografieren will, erinnere dich an die Zeit, als sie dich in Ruhe gelassen haben. Denk nicht daran, dass es nur wieder eine weitere Fortsetzung all der Jahre ist, in der sie Bilder mit dir gemacht haben, sondern sieh es als Einzelfall. Er hat recht damit. Vorher wurde ich manchmal verrückt, wenn sie ein Bild von mir auf der Straße machten. Es ist anders, wenn du ein Typ bist, abgesehen vom Eindringen in deine Privatsphäre ist es auch deine Männlichkeit, die auf eine Art verhöhnt wird. Denn letztendlich stehst du diesen Typen gegenüber, die Bilder ohne Rücksicht auf Verluste von dir machen und du kannst überhaupt nicht dagegen tun. Es gab Momente, da wollte ich sie im wahrsten Sinn des Wortes umbringen. Inzwischen habe ich mich etwas beruhigt. Nun, das denke ich jedenfalls, aber es kommt mir vielleicht auch nur so vor, weil es seltener geworden ist. Das Verdrehte an all dem ist, dass es mein Job ist und ich dafür bezahlt werde, andere Leute darzustellen. Wie willst du das vor dem Publikum glaubhaft rüberbringen, wenn dein Gesicht dauernd in den Boulevardblättern ist, die dich dabei zeigen, wie du deine Lebensmittel einkaufst?

Premiere: Also hast du das beendet, indem du dir deine Lebensmittel liefern lässt.

Rob: Nein, ich bestelle jeden Tag bei Domino’s Pizza. (Lacht)

remiere: Oft erleben wir, dass Schauspieler neben unabhängigen Filmen auch für Blockbuster unterschreiben und erklären, dass dies nötig ist, um auch in künstlerischen Projekten mitzuwirken. In deinem Falle ist es wohl eher so, dass du dich entschieden hast, große Studiofilme zu meiden.

Rob: Ja, weil ich nicht an den Gedanken glaube, dass es notwendig ist, zwischen den beiden abzuwechseln. Dem Publikum ist es egal, ob du einen „großen“ Film oder einen „kleinen“ machst. Die Leute wollen dich in einem guten Film sehen. Manchmal bewegen sich einige Schauspieler von einem großen Film zum nächsten, bis zu dem Tag an dem alles auf einmal aufhört. In diesem Moment sind sie hilflos: ‚Ich verstehe das nicht, ich habe doch das Spiel gespielt.’ Nur gibt es keine Gesetze. Alles kann zu jeder Zeit einstürzen. Der Vorteil ist, wenn mir das passiert, kann ich immer noch einige hundert Dollar machen, indem ich auf Twilight - Conventions gehe und Autogramme schreibe. (lacht)

Premiere: Wie lange, glaubst du, wird es dauern bis Hollywood ein Remake der Saga machen wird?

Rob: Ich habe keine Ahnung. Ich glaube die Ära der Vampire ist vorbei oder nicht? Es ist lustig, vor ein paar Tagen habe ich mich mit jemandem daran erinnert, wie wir eine Szene von Twilight gedreht haben. Ich glaube, es ist die erste Szene vom letzten Film, wenn Bella aufwacht und Edward sieht, so ein bisschen wie eine Geistererscheinung. Wir haben über einen Monat in der eisigen Kälte von Kanada gedreht. Ich war nahe daran depressiv zu werden und mein einziger Lichtblick war jeden Morgen bei McDonalds zu frühstücken. Nach 4 Wochen kam dann der Moment, dass wir diese Szene drehten, ich trug ein weißes Shirt und das Licht kam von hinten. Als ich die Szene direkt danach sah, habe ich realisiert dass man die Umrisse meiner frisch erworbenen Rettungsringe sehen kann. Ich sah diese Szene kürzlich im TV und sie sind immer noch da.

Premiere: Nach all diesen Jahren bin ich überrascht, dass es immer noch Anekdoten von Twilight zu erzählen gibt.

Rob: Wenn ich daran denke, dass der erste Film vor über sechs Jahren herauskam und ich diese Rolle schon 2007 bekam, dann kommt mir das alles so surrelalistisch vor. Den größten Teil meiner Zwanziger war ich darauf konzentriert. Als der zweite Film raus kam, realisierte ich, dass es mich noch mal 10 Jahre kosten würde, bis ich wieder ich selbst sein würde und es sich in irgendwas anderes verwandeln würde.

Premiere: Die zwei Filme, die du in Cannes präsentieren wirst, belegen, dass du weniger als 10 Jahre brauchtest, um das zu erreichen.

Rob: Ich bin wirklich begeistert von der Idee zum Festival zurückzukehren. Ich würde es lieben, wenn all meine Filme dafür ausgewählt werden würden. Erstmal haben es ja die letzten drei Filme, die ich seit Twilight gedreht habe, geschafft. Ich werde alles tun was ich kann, um dieses Ziel beizubehalten.

 

Donnerstag, 18. Juli 2013

News von "Map To The Stars"

 

Mit dem 30-tägigen Dreharbeiten für „Map to the Stars“, die bis Ende August in Toronto und Los Angeles laufen, hat die neue Zusammenarbeit von „Cosmopolis“ Star Robert Pattinson und Regisseur David Cronenberg begonnen und  Pattinson wechselt vom Rücksitz einer Limousine auf deren Vordersitz.

Entertainment One und Prospero Pictures finanzieren den in Los Angeles angesiedelten Film in dem John Cusack, Julianne Moore, Mia Wasikowska, Olivia Williams, Sarah Gadon, Evan Bird and Pattinson mitspielen, gemeinsam.

Die zeitgenössische Story, die die Dämonen unserer Promi-besessenen Gesellschaft erkundet. Der Verlauf der Geschichte folgt der Familie Weiss, die von Stafford (Cusack) angeführt wird, einem Psychotherapeuten und Life-Coach, der sein Vermögen mit Selbsthilfe-Büchern gemacht hat. Seine Frau (Williams) ist eine herrische Manager-Mutter eines 13-jährigen Sohnes (Bird), einem TV-Star, der kürzlich aus dem Drogenentzug entlassen wurde. Ihre entfremdete Tochter (Wasikowska) wurde gerade aus einer psychiatrischen Klinik entlassen und ist mit einem Limo-Chauffeur (Pattinson) befreundet, der zugleich auch ein aufstrebender Schauspieler ist.  

Eine von Staffords prominenten Kunden ist Havana (Moore), eine Schauspielerin mit einem neuen, ungewöhnlichen Assistenten. Havanas Traum, die Hauptrolle ihrer toten Mutter (Gadon) aus den 60er Jahren wieder aufzunehmen, bröckelt langsam dahin, während zeitgleich Geister, Tod und alle Arten von Lastern miteinander kollidieren.  

Cronenberg dreht "Maps to the Stars" nach einem Drehbuch von Bruce Wagner. Der Film wird produziert von Prospero Pictures Gründer Martin Katz, sowie SBS Productions 'Saïd Ben Saïd ("Carnage") und Michel Merkt. Renee Tab von Sentient Entertainment und Benedict Carver von eOne sind die ausführenden Produzenten. Alfred Hürmer von Integral Films wird co-produzieren, während Cronenbergs langjähriger Mitarbeiter Walter Gasparovic als ein weiterer Produzent dient.  

"'Maps to the Stars' ist eine Rückkehr zu den Wurzeln der schockierenden und gewagten Filme die Cronenberg Fans lieben, mit einer fantastischen Besetzung von Preisträgern und äußerst talentierten Newcomern", sagte Katz.

Die weltweiten Rechte werden von eOne Films International vermarktet und eOne wird "Maps to the Stars" in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien/Neuseeland direkt verleihen. Der Film wird mit Unterstützung von Telefilm Kanada, Ontario Media Development Corporation und Harold Greenberg Fund produziert.

http://www.thewrap.com/movies/column-post/robert-pattinson-thriller-maps-stars-starts-shooting-103261

Sonntag, 2. Juni 2013

GQ - Interview April 2009

Beginnen möchte ich heute mit dem allerersten Interview, dass ich von Robert Pattinson übersetzt habe.
Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran denke, wie wir teilweise zu viert überlegt haben, was genau denn nun gemeint sein könnte. Und ob wir es immer getroffen haben? Nun, so sicher bin ich mir da immer noch nicht. Aber seht einfach selbst.   
Als Quelle diente mir die Originalausgabe der GQ, es gibt aber auch eine Print-Version im Internet.   (http://www.gq.com/entertainment/celebrities/200903/robert-pattinson-harry-potter-twilight)

Aber seht selbst, ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen.  
Über Kommis würde ich mich freuen.





GQ-Interview

 

Er ist heiß, er ist sexy und er ist untot!

 

Vor zwei Jahren, war Robert Pattinson nur ein fast vergessener Nebendarsteller in einem Harry-Potter-Film, dann kam das Casting für einen stark melancholischen Vampir in Twilight, jenes Millionen-Dollar-Projekt des letzten Jahres und nun will jede Frau über 14 ihn haben.

 

Von Alex Pappademas

Photographs von Nathaniel Goldberg

 

Einige Tage, nachdem wir Robert Pattinson getroffen haben, werden wie seine Twilight Kollegin Kirsten Stewart anrufen und sie wird folgendes über ihn sagen.

„Er kann nicht lügen, das macht manche Dinge manchmal ein bisschen erschreckend für ihn. Aber es ist meine Lieblingseigenschaft an ihm.“

Das ist lustig, denn es wurde auch unsere Lieblingseigenschaft an ihm……

 

Wir trafen uns an einem Dienstagabend mit Pattinson in einem kleinen Bäckerei-Cafe am Doheny-Drive in West-Hollywood. Und es scheint die ganze Zeit so, als teile er uns die ganze Wahrheit zwanghaft, rücksichtslos und hilflos mit, so als hätte ihn ein (Sodium-Pentotha) Betäubungspfeil getroffen, während er parkte.

 

Pattinson’s anderes Problem, erwähnt er später, ist dass er jegliche Gesprächspause nicht ertragen kann. „Ich sage immer gerade heraus das Erste was mir in den Sinn kommt“, sagt er. „Aus lauter Nervosität scheiße ich mir während eines Interviews sprichwörtlich in die Hosen. Ich gönne mir keine Pause, weil ich Angst habe, ich könnte sonst anfangen zu heulen.

 

Es ist Dezember, Twilight - in welchem Pattinson (22) einen entzückenden, gequälten Dauer-Teenie-Vampir spielt, der es sich zum Prinzip gemacht hat, kein menschliches Blut zu trinken – kam vor einem Monat in die Kinos. Das ist lange genug, um bereits mehr als 150 Mill. Dollar einzuspielen, lange genug für die Studios, um auf den Auslöser von dem Ersten von drei weitern potentiellen Teilen zu drücken und um die Regisseurin Catherine Hardwicke durch einen von den Typen zu ersetzen, die für Amercan Pie verantwortlich sind. Aber es ist nicht lange genug für Pattinson um zu begreifen, was all diese Entwicklungen für ihn bedeuten und was die Bedeutung von Heuchelei in der Gegenwart von Journalisten ist.

Er rutscht in seinem Stuhl hin und her, ganz in schwarz gekleidet, mit einem eine Woche alten Bart, das Haar unter eine Wollmütze gestopft und sieht dabei aus wie Justin Timberlake auf den Spuren von Terry Malloy der einen Außerhalb-des-Broadways-Ausflug unternimmt. Seine Kleider riechen, als hätte er sei von einem Menschen bekommen, der in seinem Leben nicht so viel Glück hatte wie er.

Er kommt gerade von einem Langzeit-Meeting mit einem Regisseur und kann es nicht abwarten uns zu erzählen, wie komisch das war. Einige Typen erklärten ihm seine Rolle, die wahrscheinlich so Doppel-Top-Secret ist, dass sie ihm nicht erzählen wollten, um was es eigentlich geht. „Sie wollten mir gar nichts sagen“, sagt P. und so sitzt er nun da und kann es nicht lassen, 3 Stunden über sich selbst zu erzählen und dabei soviel Kaffee zu trinken um ein Nashornherz explodieren zu lassen.

„Mein Gott, ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal etwas gegessen habe!“

In seinem Vampir-Film würde er das mit einem viel sagenden Augenaufschlag sagen – und dann schwenkten die Kameras zu unseren blassen Leichen, die aus einem Müllcontainer taumeln. Blöder Journalist!

Indessen macht Pattinson weiter damit, die tote Luft zu füllen. Er erklärt, dass er da wo er wohnt eine Mikrowelle hat. Und das er noch niemals vorher eine Mirkowelle hatte. Er verbringt eine Menge Zeit damit, nach neuen Dingen zu schauen die man in die Mikrowelle tun kann. Diese tiefgefrorenen Cheeseburger aus dem Laden um die Ecke oder eine Karotte….!

Haben wir erwähnt, dass er 19 Tassen Kaffee hatte? Er fragt den Ober nach der Suppe - Es ist eine Hühnersuppe - und er bestellt eine Cola.

 

Hier ist nun das, was Pattinson dazu sagte was er getan hat, um die Rolle des Edward dem Vampir in Twilight zu bekommen.

 

„Ich nahm eine halbe Valium, ging so dieses Ding an und all diese Sachen geschahen.“

 

Okay, sind wir fair, das ist nicht alles was er uns erzählte. Er war an der Schwelle das Schauspielern an den Nagel zu hängen. Für Harry Potter 4, wo er als Cedric Diggory vom arroganten, blonden „Iceman“ zu Harrys Außenseiter wandelte, wurde er direkt von einem Theaterstück in London – wo er aufwuchs – engagiert.

Nun war er war in LA, lümmelte auf der Couch seiner Agentin und schaute sich nach einem amerikanischen Job um. Das war alles was Twilight zunächst für ihn war. Ein amerikanischer Job. Er wusste nichts über den Kult und die Fans die „Edward und Bella“ folgen – seine dauernd, gefährdete, sterbliche Freundin vom ersten Buch. Jenes Buch, das Stephanie Meyer, eine Mormonen-Hausfrau und Mutter aus Arizona durch drei immer dicker werdende, backsteindicke Folgen in das größte Publicity-Industrie-Phänomen seit Harry Potter’s J.K. Rowling verwandelte.

Er wusste nicht, dass sobald damals die Kinofassung angekündigt wurde, diese Twilight Fans, die zu 98,999 % weiblich und 100 % leidenschaftlich sind, die Foren im Internet durchbrannten mit zutiefst gefühlten Meinungen darüber, welcher männliche Schauspieler wohl der Richtige sei (und welcher falsch-falsch-falsch!!!)

Alles was er wusste war, dass er sich nicht mehr an daran erinnerte wie man im amerikanischen Akzent spricht. Er war total out. Daher die Pille.

„Es war das erste Mal, dass ich überhaupt Valium nahm!“, sagt er nach einer Sekunde, wahrscheinlich realisierend, wie sich das anhörte. Ein Viertel! Nur ein Viertel Valium! Ich wollte es noch einmal für ein anderes Vorsprechen versuchen und es schlug total fehl, ich wurde fast ohnmächtig! (Nehmt keine Drogen, Kinder!)

 

Er sprach in Hardwickes Schlafzimmer für die Rolle vor. Sie nahm ihn und Stewart dabei auf, wie sie eine der großen Liebesszenen des Films spielten. Bis dahin hatte Hardwicke schon Treffen mit Hunderten von potentiellen Edwards gehabt. „Ich hatte schon weit über eine Zillion niedliche Typen gesehen“, sagte sie. Aber das Problem war, dass sie alle ausschauten wie der superniedliche Schüler in deiner Highschool, der Ballkönig oder der Kapitän des Football-Teams. Sie sahen nicht aus, als wären sie aus einer anderen Welt und Zeit.

 

Sie spielten diese Szene und die Funken sprühten. Hardwicke wartete einen Tag um sich zu entscheiden. „Unabhängig davon, wie viel ich mich in diese Person verliebt hatte, spulte ich das Band zurück, um sicher zu gehen, dass ich nicht gerade von etwas, das in der Luft hing, überwältigt wurde.“ Aber Steward sagte uns, dass sie ihr noch im selben Raum mitteilte, dass es Rob sei. „Alle anderen kamen, um etwas bedeutungsloses, oberflächliches und gedankenloses zu tun“, sagte Stewart. „Ich weiß, dass es eine verdammt große Sache ist, so was über all die anderen Kollegen zu sagen, aber Rob hat als einziger verstanden, dass es keine leichte Rolle war.“ Dennoch musste Hardwicke das Summit Entertainment überzeugen, dass Robert ihr Mann sei. „Es kam ein Anruf vom Chef der Studios“, sagt Hardwicke. „Er fragte, ob sie sich sicher sei, dass sie diesen Typen attraktiv und gutaussehend machen könne.“

 

Also schickten sie ihn zu einem Trainer, färbten sein Haar und schnitten es. Pattinson tauchte in die Saga ein, in die Novelle und Midnight Sun, Meyer’s noch nicht puplizierte, unfertige Fassung von Twilight aus Edward’s Sichtweise.

(„Ich war ein Vampir und sie hatte das süßeste Blut das ich in 80 Jahren roch!“)

Er beweist das, indem er den Film mit jeder Menge Ideen drehte, die ihn zu mehr machen als eine Teenyromanze mit einem Anflug von Horror. Wie Edward sein könnte, ohne diesen „schildkrötenhalsigen Prinz Charming“ aus der Novelle.

„Wenn du einen Typen wie diesen im wirklichen Leben triffst“, sagt er „denkst du er ist irgendwie bekloppt.“ – und mehr wie der nervöse Heini, der sich mit den Zigaretten, die er in einer Ecke der Party raucht, versengt. Weniger der heiße Feger, mehr Monster. Er dachte, dass es am Ende des Films, wenn Edward und Bella auf dem Abschlussball langsam zu "Iron and Wine" tanzen, besser wäre, wenn sie sich nicht küssten. „Ich dachte, es wäre interessanter“ sagt er. „Für ein Teenyding!“

 

In den Büchern, verweigert sich Edward sämtliche Möglichkeiten, alles mit Bella zu tun, da er immer in der Gefahr schwebt sie im Eifer des „Gefechts“ in einen Vampir zu verwandeln. Aber weil er 107 Jahre alt ist, ist er eine Verlockung wie kein anderer 17jähriger.

Die Geschichte gründet sich auf die korsettgestützte Wahre-Liebe-stirbt-nie-Sinnlichkeit des Vampirmythos’ mit den Wahre-Liebe-Erwartungen der Bush-Ära-Abstinenzerziehung.

Es ist die atemberaubende Romanze in der alle körperlichen Aspekte der Rutschpartie zum schrecklichen Untoten präsentiert werden. Der Film steigert die Begierde. Bellas und Edwards Beziehung mutet wie ein Grufti-Remix von „Splendor In The Grass“ an und Pattinson brodelt Warren-Beatty-mäßig, – vergebt uns – wie „Fledermausscheiße“ gesteuert von 100 Jahre alten dicken Eiern.

Twilight mixt zwar Rückblicke, aber startete in jedem Fall gewaltig und spielte 70 Mill. in drei Tagen ein.

Und damit fing auch das Gekreische an, Mädchen die sich in Edward verliebt hatten, hatten plötzlich einen realen Menschen auf den sie ihre Leidenschaft lenken konnten.

Wenn die Schauspielertruppe öffentlich auftritt, mutet es an wie die „A-Hard-Days-Night-Hysterie“ (der Beatles). In London blickten Pattinson’s Freunde mit Grauen auf die Menge, die ihn verschluckte. In einer Mall in San Francisco sollte er für 500 Fans Autogramme geben, einige tausend mussten abgewiesen werden. Es verlangt ihn nicht, sich daran zu erinnern, was für ein Chaos dadurch entstand. Jedenfalls sagt er das mit jener unsicheren Stimme wie jemand, der sich nicht daran erinnern will, was damals für eine Scheiße in Vietnam geschehen ist. Pattinson sagt, er war schon immer überempfindlich, wenn es darum ging angeguckt zu werden und dass er, als er ein Kind war und jemand mit ihm im Bus oder wo anders in Augenkontakt getreten ist, total ausgeflippt ist. Er ist einer dieser hoch gewachsenen Menschen, die ahnen, dass er versuchen muss all dem zu entkommen.

Sonst kommt das alles wieder hoch, denn er ist damit noch nicht fertig. Sein erster Gedanke, wann immer er sich in solch einer Menge wieder findet, ist: „Jemand kann mich ganz einfach niederstechen.“

 

****

 

 

Er jammert nicht. Wir wollen nicht, dass es sich anhört, als würde er jammern. Aber er spürt, all dies macht ihn verrückt. Es ist wie eine Flucht in deinen eigenen Hinterhof. Ein anderes Mal ging er aus, abgeschossen von drei Paparazzi-Handys am Drive-thru Schalter des In-N-Out. Er wollte einen Burger im Auto essen, fuhr herum und fand einen Parkplatz an einer Tankstelle einige Blocks weiter. Er wollte einfach nur dasitzen und in Ruhe einen Burger essen, genau da, heimlich im Dunkeln.

„Und ich sah mich um“, sagt er „und im Auto neben mir war gerade eine Frau dabei einem Mann einen zu blasen. Genau neben mir, auf dem Parkplatz!“

Das ist es, was diese Art von Aufmerksamkeit aus dir macht; du tust Dinge wie jeder normale Mensch und jeder bekommt dann die Fotos davon zu sehen. Versteckt in der Dunkelheit. Wie ein Dieb, der seinen gestohlenen Hamburger isst.

 

Er versucht nicht nach draußen zu gehen, wenn es sich vermeiden lässt. Zuhause zu bleiben, Filme anzuschauen und die Mikrowelle zu benutzen.

Manchmal jedoch liest er über sich selbst im Internet. Dem Internet zufolge ist das ein anderer Robert Pattinson da draußen, der ein völlig anders Leben lebt. Eine Kreatur der Nacht, begierig seine Fangzähne in alles zu schlagen was Titten und einen Puls hat.

Alles Bullshit sagt er, aber er liest diese Storys andauernd, aus einer Art masochistischen Narzissmus heraus. Und er gibt auch zu sie zu lesen, was der weitaus seltsamere Teil ist.

Er liest die Gossip-Blogs und die Twilight-Fan-Fiktion. (Sie ist überraschend hardcore-mäßig. Und sehr schön geschrieben.) Er weiß was der Fake-Robert auf der gefakten Robert Pattinson-Facebookseite sagt. (Der Fake-Robert sagt, dass er Kristen Stewart genagelt hat…..) Der Fake-Robert ist eine Art von Chuck Bass, wenn Chuck Bass so unklug genug wäre, um seine Eroberungen auf jedermanns Internetseite rauszu-

posaunen.

 

Teil des Problems ist, dass die Klatschpresse Vakuen verabscheut. Für all ihre Zwecke und Absichten existierte er nicht als eine Figur der Öffentlichkeit, bevor er für Twilight gecastet wurde. Seine Berühmtheit ist ein Produkt mit Kinoeinbindung, so wie die der Actionfigur Edward oder das Parfüm „Twilight“ (…das riecht wie Lavendel und Freesien oder wie auch immer Freesien riechen mögen, in deiner Vorstellung)

 

Was ist es wert erzählt zu werden?

Er wuchs in London auf, seine Mutter arbeitete für eine Modelagentur, sein Vater war ein Luxuswagenimporteur. Er modelte etwas als Kind, machte ein bisschen Amateurtheater, ein bisschen britisches Fernsehen und nahm dann eine Auszeit von der modischen Schnöselschule um bei Harry Potter mitzuspielen. Es gibt so wenig über ihn zu erzählen, dass alles was er jetzt sagt, plötzlich übertrieben wichtig genommen wird. Einfache Gegebenheiten werden plötzlich zu heiligen Evangelien. Ein Reporter fragte ihn irgend- etwas Dummes über seine Haare, er machte einen wegwerfenden Scherz darüber, dass er es nie waschen würde und plötzlich wurde diese Anekdote riesengroß ausgeschlachtet.

Mit Geschichten über seine bedauernswerte, persönliche Hygiene. Manchmal gibt es eben nichts zu sagen…..und die Menschen machen dann dummes Zeug daraus.

 

„Es gibt sprichwörtlich keine einzige (wahre) Geschichte über mich, die geschrieben werden könnte“, sagt er. Ich habe niemals irgendwas davon getan…..

Wir fragen ihn, ob er uns ein Beispiel von irgendeiner unwahren Geschichte geben kann.

„Da ist diese Sache mit meiner angeblichen Freundin“, sagt er. „Das ist dieses Mädchen von dem ständig die Rede ist. Es so wie….er datet dieses brasilianische Model. Ach komm! „Ja“, sagt er. „Wie war doch gleich ihr Name, Annelyse? Ich habe sie nie getroffen.“ Annelyses Nachname ist Schönberger und nachdem sie mit Pattinson auf einem Kings of Leon Konzert im letzten Oktober gesehen wurde, stimmten sämtliche R-Pattz Fans im Internet darin überein ihr nachzusagen, dass sie ein Alien-Gesicht hat.

 

Aber komm schon, sagen wir zu Pattinson, wir fragen dich, ob du etwas dementieren kannst und du gibst uns das brasilianischen Model. Das ist wie die Verleumdung einer Promi-Beziehung und die gleichzeitige Forderung nach einer Freundin in Kanada.

Hast du wirklich jeden Tag um Kristen Stewarts Hand angehalten, während des Drehs von Twilight. „Ich sagte das in einigen Interviews, als ein Witz. Oh, ich habe in verschiedenen Situationen um ihre Hand angehalten. Und dann wurde gedruckt: „Am Set hat er oft um ihre Hand angehalten!“

 

(Später fragen wir Stewart zu dieser Sache. „Er probiert an einem Tag bei vielen Mädchen um ihre Hand anzuhalten, sagt sie knochentrocken. Das ist seine Masche, er denkt es ist niedlich!“)

 

Okay, sagen wir, was ist mit dem Liebes-Dreieck zwischen dir, Camille Belle und Joe Jonas von den Jonas Brothers? „Das ist das allerwitzigste“, lacht Pattinson.

„Nein, ich meine klar, ich bin befreundet mit Camille.“ Und er beginnt zu erklären, wie Belle, bestens dafür bekannt eine Höhlenfrau in 10 000 BC zu spielen, warum sie einst - wir haben Schwierigkeiten damit, ihm zu folgen – seinen Freund, einen Schauspieler mit dem Namen Tom Strurridge datete, oder verdächtigt wurde ihn zu daten.

Und so wirst du nun verdächtigt, du hättest sie deinem besten Freund ausgespannt, bevor du sie dem anderen Heini ausgespannt hast, fragen wir?

„Von dem Jonas Brother, ja!“, sagt Pattinson. „Ich bin total außer Kontrolle, es ist so witzig!“

 

Dennoch, weil ich sie noch an einem anderen Tag bei ihr zuhause traf, wo es einen Securityeingang gibt, mit dieser Securityfrau. Ich denke mal, sie wusste das Camilla dort wohnt und sie machte so was wie „Ooooh!“, als sie mich sah.

„Okay, sagen wir, du hast sie also in ihrem Appartment abgeholt?“ „Ja, einmal“, sagt er.

„Aber es ist so wie sie immer sagen. „ Eine zuverlässige Quelle sagte…. Und ich weiß keine einzige Person, die diese zuverlässige Quelle sein könnte.“

Ihr Beide seid am Venice Beach spazieren gegangen, nach dem Essen. „Das war es auch schon weitestgehend“ sagt Pattinson. „Ich meine Camilla ist die netteste…..sie ist eine Heilige! Und es ist so lustig, dass sie so dargestellt wird, als würde sie ständig irgendwelche Kerle abschleppen. Sie ist wirklich die am meisten ungeeignete Person für eine, die immerzu Kerle abschleppt….Es ist lächerlich.“

„So ist es also nur Freundschaft“, fragen wir ihn, „die falsch interpretiert wurde?“

„Ich meine….Yeah!“ sagt er. Ich treffe keine Leute. Ich habe auch keine Telefonnummern von irgendwelchen Leuten. Ich will eigentlich im Moment keine Freundin, in diesem Umfeld.

Das ist wohl die erbärmlichste, gewählte Ausrede, die wir jemals gehört haben. Das ist genau die Art und Weise, wie wir es leugnen würden mit Camilla Belle auszugehen, wenn wir so viele Leute wie möglich glauben lassen wollten, dass wir davon total betroffen sind und es mit jemand treiben, während wir trotzdem als unaufrichtige Person rüberkommen würden." Entweder Pattinson kann nicht lügen, oder er kann sehr schlecht lügen.

 

Das ist witzig, weil Pattinson’s Vorbild Jack Nicolson ist, der bekannt dafür ist, Journalisten weniger zu geben als die Uhrzeit. Und er verehrt Brando, zitiert ihn ein Youtube-Clip. Der Schauspieler gab eine charakterliche Performance-Darstellung und einige uncooperative Pressekonferenzen in den Mittsechzigern. Marlon konnte das tun, weil er eben der gottverdammte Brando war. Marlon konnte erscheinen und das Alphabeth vor einer Menge versammelter Presseleute rülpsen und den nächsten Flieger zurück nach Tahiti nehmen. Pattinson versteht, dass das keine Option für ihn ist.

Der einzige Weg, jede Art von Mythen zu unterbinden, sagt er, ist komplett still zu sein und niemals wieder mit jemanden zu sprechen. Doch ich bin vertraglich verpflichtet nicht still zu sein.

 

Pattinson hat nichts Neues gedreht, seit Twilight unter Dach und Fach ist. Er wird in diesem Frühling wieder vor der Kamera stehen, wenn er anfängt New Moon zu drehen, der im November rauskommt. Aber in der Zwischenzeit können wir ihn als Salvador Dali in einem Dramaausschnitt sehen, der Little Ashes heißt und über die Zeit berichtet, bevor Dali, der Regisseur Luis Burnuel und der Poet Frederico Garcia Lorca berühmt wurden.

Pattinson sprach für den Film vor zwei Jahren vor, in der Zeit nach Harry Potter und dem Karriere-Stillstand vor Twilight. Er dachte darüber, nach das Schauspielern zurückzustellen und sich mehr auf die Musik zu konzentrieren. (Zwei seiner Songs sind auf dem Twilight-Soundtrack. Inclusive der ish-Ballade von Jeff Buckley)

 

Er sprach für den Lorca-Part vor, doch als sie ihn fragten ob er Dali spielen will, sagte er zu. „Ich dachte ich hätte einen Urlaub in Spanien“, sagt er, „aber es wurde richtig, richtig hart. Ich habe niemals einen Job gemacht, der so hart war.

 

Es gab keinen Etat, die meisten von der Crew sprachen spanisch und Pattinson nicht.

„Ich verbrachte eine Menge Zeit mit mir selbst, probierte aus wie man die Figur spielen könnte und besorgt darüber auszusehen wie ein Idiot. War es das wert, all diese Bemühungen auf der Leinwand? Pattinson’s Dali begann als ein aufgeblasener, aufgeplusterter, aufgebrachter einfältiger Jacktyp, bevor er sich in den quirligen, bärtigen Kulturhelden vom Studentenzimmer zur Poster-Berühmtheit wandelte. Es ist einer diese Filme, in denen du erzählen kannst, dass Dali seinen ästhetischen Durchbruch hatte, als er anfing, sehr stark zu pressen, wenn er malte. „Auf eine Art und Weise übertrat ich meine Grenze davon, was ich noch komfortabel tun konnte. Ich hatte all diese Nacktszenen.

 

Seht ihr, Little Ashes hat einen fairen Anteil an homoerotischer Aktivitäten, manche sind kunstvoll und indirekt dargestellt (Dali und Lorca schwimmen zusammen in einem See bei Mondlicht) und manche sind es eben – na ihr wisst schon – nicht (Lorca hat athletischen, gehässigen Sex mit einer Frau, während Dali in einer Ecke sitzt und niedergeschlagen masturbiert). Es ist die Art von Projekt, in der du dir einen Typen an Pattinson’s Stelle vorstellen kannst, der nach einer Karriere in Twilight versucht einen Weg zu finden, der Welt zu sagen, dass er vielseitig und/oder furchtlos ist. Mit der Ausnahme, dass es das nicht war.

 

„Ich dachte, ich bekomme nie wieder eine neue Rolle.“ sagt Pattinson. „Also dachte ich mir, „Ja – warum soll ich nicht mal was Verrücktes probieren?“ Da sind all diese Schwulen Sex-Szenen. Und weißt du, ich hatte bis dahin nicht mal eine einzige Sex-Szene mit einer Frau, in meiner gesamten Karriere.“

 

(Während er das sagt, zieht er die Haut an seinem linken Handrücken nach oben und dreht sie irgendwie in Uhrzeigerrichtung mit seiner rechten.)

 

„Und hier bin ich nun, mit Javier [Beltrán], welcher Lorca spielt, und mach diese extremen Hardcore-Sex-Szenen, nach denen ich diesen extremen Zusammenbruch habe. Und weil wir beide hetero sind, schien das, was wir taten, auf eine Art lächerlich.“

 

(Nun lacht er irgendwie.)

 

„Wir versuchten es mit Doggie-Style. Wir versuchten einen nervösen Zusammenbruch zu haben, während wir es im Doggie-Style taten. Und es war nicht mal ein geschlossenes Set. Da waren diese spanischen Elektriker, die kicherten.“

 

Er ist sich ziemlich sicher, dass der einzige Grund, warum Little Ashes irgendeine Art von Werbung bekommt, der ist, dass er mitspielt.

 

„Es ist nichts, “ sagt er. „Es wäre nicht mal veröffentlicht worden. Ich meine, es ist schrecklich, das zu sagen, aber das war ein Film, in dem wir nicht mal ein Double hatten! Wir drängelten die ganze Zeit. Wir hatten nicht mal Wohnwagen.“

 

Er hat den fertigen Film noch nicht einmal gesehen. Er sagt, er hat nicht einen Film gesehen in dem er mitgewirkt hat, seit den Potter-Filmen – nicht einmal Twilight. Er brachte seine Mutter zur amerikanischen Twilight-Premiere, quälte sich durch die ersten 10 Minuten und floh dann. „Ich ging raus und setzte mich ins Auto, “ sagt er, „mit einer richtigen ausgewachsenen Panik-Attacke.“ 10 Minuten dort, schaute er hoch und bekam mit, dass jemand ihn filmte.

 

Er will sich nicht selbst in einem Film sehen, denn er macht sich Sorgen, dass er wie ein Betrüger aussieht. Sogar bevor er mit dem Schauspielern anfing, sagt er, „Ich dachte die ganze Zeit, dass ich meine Emotionen fälsche. Ich attackierte mich selbst die ganze Zeit: Du bist eine Fälschung, ein Betrüger.““

 

„Ich erinnere mich, als ich ein Teenager war, da dachte ich, dass meine Freundin mich betrügt, und ich lief herum und steigerte mich rein. Ich hab so getan, als würde ich weinen. Das war total unrechtmäßig – ich habe eigentlich überhaupt nichts gefühlt. Ich ging in irgendeinen Pub und dann ging ich weinend den ganzen Weg heim. Und ich legte mich zu meinem Hund ins Bett. Ich hab geheult und meinen Hund fest gehalten. Ich wachte am nächsten Morgen auf und der Hund hat mich angeschaut wie „Du bist nicht echt.“

 

Hat sie dich wirklich betrogen?

 

„Nein, “ sagt Pattinson, lachend. „Ich dachte, ich hab sie mit einem anderen Typen gesehen, aber sie war nicht mal da. Ich habe drei Tage damit verbracht, mich bei meinem Hund zu entschuldigen.

 

*****

 

DANN SIND DORT MÄDCHEN, die uns unterbrechen. Zwei von ihnen – jung, dunkelhaarig, entschuldigend und doch große Augen machend – kommen an den Tisch und bitten um ein Autogramm. Eine von ihnen reicht ihm eine Victorias Secret Shopping-Tasche zum Unterschreiben.

 

„Victorias Secret!“ sagt er, eine Augenbraue erhoben. „Was hast du gekauft?“

 

„Ich arbeite dort!“ sagt das Mädchen.

 

Pattinson fragt, an wen er das Autogramm richten soll.

 

„Nun, “ sagt das Mädchen, auf ihre Freundin zeigend, „es ist ihre Tasche also – Patty. Ihr Name ist Patty.“

 

Pattys Tasche ist aus einem hartnäckig, glatten, wahrscheinlich-passender-für-ein-Hitze-Schutzschild-für-Space-Shuttle-Einkaufstüten-Papier, und Pattinson kann nicht einen Strich darauf hinterlassen. Die Krise realisierend, tritt Patty – die sich etwas zurück gehalten hatte – einen Schritt vor und sagt auf einmal mutiger, „Ich hab noch einen anderen Stift. Der Film war wirklich gut.“

 

„Und du siehst genauso aus wie im Film, “ sagt das erste Mädchen. „Das ist ein Kompliment. Denn manche Menschen sehen nicht so aus. Wie Heidi Klum, die kommt oft in unseren Laden…“

 

„Sie sieht anders aus, “ sagt Patty.

 

„Sie sieht anders aus, “ sagt das erste Mädchen und fügt noch träumerisch hinzu, „Du siehst immer noch genau so aus.“

 

„Wirklich?“ sagt Pattinson, stirnrunzelnd. „Normalerweise sagen die Leute das Gegenteil. Entschuldigung, wie war dein Name?“

 

„Mein Name ist Eva, “ sagt das Mädchen. „E-V-A.“

 

„Ich denke immer, ich könnte mich verstecken.“ sagt er. Er posiert noch für ein paar Bilder mit den Mädchen. Das Hintergrundbild auf Pattys Kamerahandy ist ein Bild von Pattinson als Edward.

 

„Hattest du das schon vorher drauf?“ sagt Pattinson. „Das ist verrückt.“

 

*****

 

PATTINSON WEISS NICHT, was sein erstes Projekt nach Twilight sein wird. Wenn wir ihn nach „Parts per Billion“ fragen, ein Indie Drama, in dem er an der Seite von Dennis Hopper und Rosario Dawson mitspielen sollte, sagt er, er hätte nicht gewusst, dass der Starttermin verschoben wurde – „Das ist das Frustrierende daran, so kleine Filme zu drehen“ – und selbstverständlich, ein paar Wochen nachdem wir darüber geredet haben, wird offiziell bekannt gegeben, dass er nicht in dem Film mitwirken wird, um sich ganz auf die Vorbereitungen zur Twilight-Fortsetzung, New Moon, konzentrieren zu können, über das er noch sehr wenig weiß, denn ihm „wird niemals irgendwelcher Scheiß erzählt.“

 

„Ich bin total im Unbekannten, “ sagt er. „Sie wollen mir nicht mal das Skript geben.“

 

Sie halten dich in einer Box.

 

„Ja, “ sagt Pattinson. Er tut so, als öffnete er den Deckel eines Sarges. „Halt die Klappe, Edward!“

 

Ihm fällt es sehr schwer, überhaupt an New Moon als Fortsetzung zu denken, denn es ist so anders als das erste Buch. „Ich weiß nicht, wie sie daraus einen Film machen wollen, “ sagt er, „denn Twilight ist eine Liebesgeschichte und New Moon ist einfach nur – Bellas manisch depressiver Gedanke, das gesamte Buch lang. Da gibt es nur sehr, sehr wenig Freude und es ist nichts Teenymäßiges dabei.“

 

Das wäre vielleicht das bestmögliche Szenario, dass die Twilight-Filme düsterer werden und Pattinson die Chance hat, richtige Hitze einzubringen, Performance-technisch. Hardwicke sagt, dass sie noch damals am Twilight-Set, bevor die Zukunft des Franchise überhaupt sicher war, mit Pattinson über „jede Menge andere Projekte sprachen. Er ist offensichtlich unglaublich photogen, aber er ist auch noch so talentiert und hat so viel in sich. Ich sehe ihn stilistische, sonderbare, wilde, fantastische Charaktere kreieren, in etwa wie Johnny Depp das macht.

 

 

Das wäre wunderbar. Aber das schlechtmögliche Szenario ist, dass nach vier Vampir-Filmen – oder, fünf, je nachdem wie sie die 754 Seiten von Breaking Dawn (Bis(s) zum Ende der Nacht) zerlegen – ihn niemand als Sterblichen mehr ernst nehmen wird. Es besteht die Möglichkeit das Twilight für ihn endet wie „21 Jump Street“ und es gibt Möglichkeit, dass er dazu verdammt ist, für immer zwischen den Twilight-Conventions zu kreisen, wie eine Art toter Mark Hamill, Autogramme auf einem Bild seines 22-jährigen Selbst unterschreibend vor einer endlosen Schlange von Pattys und Evas, mit den Jahren immer pummeliger werdend. Wir versuchen zärtlich dieses Vorurteil beiseite zu schieben, indem wir ihn fragen, ob er einen Nach-Twilight-Plan hat. Er redet davon, eine eigene Produktionsfirma zu gründen und vielleicht die Alben seiner musikalischen Freunde zu vermarkten. Uns fällt auf, dass keines seiner Ziele das Schauspielern beinhaltet.

 

„Ich mach mir keine sonderlichen Sorgen, viele Schauspiel-Jobs zu machen.“ sagt er. „Wenn das alles nun jetzt gerade passiert, dann werde ich wohl nur sagen, „Ok. Mich kümmert es nicht wirklich.“ Das ist vermutlich wirklich dämlich, das zu sagen. Aber es ist so, wirklich. Ich denke, es wäre viel schlimmer, ganz viele Sachen zu machen, die dann schlecht sind. Weil du dann keine andere Karriere in Betracht ziehen kannst. Wenn du einen Idioten aus dir gemacht hast, wirst du niemals mehr ernst genommen werden, als ein Anwalt zum Beispiel, als so ein Witz von einem Schauspieler. Das Einzige, was ich immer möchte ist, dass ich mich nicht in Verlegenheit bringe.“

 

„Trotzdem“, sagen wir, „du hast nichts über deine Schauspielerei gesagt. Wir haben dir die Chance gegeben, zu zeigen, was du kannst, wie James Lipton. (Oder zu versuchen, uns davon zu überzeugen, dass du mehr bist als nur der sexy Vampir, denken wir uns, aber sagen es nicht.)“

 

„Ich habe wirklich nichts zu sagen, “ sagt er. „Also denke ich mal nicht, Oh, ich wünschte mir, sie würden mich öfter nach meinem Handwerk fragen, als nach meinen Haaren.“

 

Gibt es noch irgendetwas, von dem du dir wünschen würdest, du hättest es in diesem Interview gesagt?

 

„Okay, “ sagt er. Atmet tief ein. “Ich hab Joe Jonas gef**t.”

Wir wussten es!

„Ich liebe ihn.“

 

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Vielleicht lügt er, wenn er über seine Zukunft spricht, wenn er spielt, als würde es ihn nicht kümmern. Aber vielleicht ist er auch nicht sonderlich in Sorgen darüber, was er als nächstes tut. Wenn du dich nicht zu einem Ziel bekennst, musst du dir auch keine Sorgen darum machen, was du machst, oder nicht machst, um es Wirklichkeit werden zu lassen. Darüber, was dein Name auf vier oder fünf Vampir-Filmen verursacht, um dorthin zu gelangen. Über die Wahlen, die du triffst und die Wahlen, die dir die Zeit, die Trägheit oder andere Menschen abnehmen. Vielleicht ist zurücklehnen und über dein Leben in den Foren nachlesen weniger gruselig, als sich zu entschließen, mit 22 etwas zu machen, das vielleicht damit endet, dass es deine Fähigkeiten übersteigt. Oder vielleicht denkt er auch wirklich daran, ein Anwalt zu werden. Wer weiß das schon.

 

Pattinson schaut auf sein Handy. Er hat keine neuen Nachrichten.

 

„Nicht eine einzige Person ruft mich an, “ sagt er. Vor nicht allzu langer Zeit, sagt er, machte er sein englisches Handy nach sechs Monaten mal wieder an; er hatte zwei Anrufe in Abwesenheit, von kichernden Teenagerinnen, die fragten, ob sie Edward sprechen könnten.

 

Wir fragen, was er für heute Abend vorhat; er murmelt irgendetwas von „irgendjemandes Geburtstag.“ Dann redet er über seinen sozialen Kreis, den er in der Stadt hat. „Es ist so verrückt, “ sagt er. „Es ist wie, „Du bist in L.A. mein Freund. Es hatte nie beabsichtigt, irgendeine Verantwortung für dich zu haben.“

 

(„Irgendjemandes Geburtstag“, zufälliger Weise kommt heraus, dass es ein quasi starbesetztes Essen im Il Sole am Sunset Boulevard war, „L.A. Freunde“ beinhaltet auch die „Mädchen küssende“ Popsängerin Katy Perry.)

 

Pattinson bietet uns an, zu unserem Hotel zu fahren. Als wir uns bereit machen zum Gehen schaut er aus dem Fenster hinter ihm. „Nun, “ sagt er. „…wirst nun die andere Seite davon erleben.“

 

Entschuldigung?

 

“Der 14-jährige Paparazzo ist draußen.” sagt Pattinson.

 

Und natürlich – als wir nach draußen kommen, ist dort dieses Kind, ein finster blickender „Dennis the Menace Typ“ in Baggy Jeans, welcher mit einer riesigen Kamera Fotos schießt.

 

„Du siehst so jung aus, “ sagt Pattinson zu dem Kind, welches rückwärts in den anfahrenden Verkehr läuft, immer noch Bilder schießend. „Wie alt bist du?“

 

„16!” sagt das Kind. Er sieht wie 14 aus. Der Moment könnte nicht verrückter sein, es sei denn, wir würden von einem Zwerg in Lendenschurz fotografiert werden. Für einen Moment, wir folgen Pattinson über die Straße zu seinem Auto, ducken wir uns und versuchen, uns in der Kapuze unseres Pullovers zu verstecken; dann erinnern wir uns daran, dass wir Niemand sind, dass das Kind nicht einen Scheiß darauf gibt, wer wir sind, dass wenn wir in die andere Richtung von Pattinson laufen, weg von seinem Sichtfeld, er uns in Ruhe lassen würde. Wir stellen uns vor, wie es wäre, wenn wir dieses Leben führen würden, die ganze Zeit. Es würde uns verrückt machen und wir würden wahrscheinlich in der Angst leben, dass das jemals aufhören würde, aus dem Grund heraus, was das bedeuten würde.

 

Ein paar Tage später, die Bilder tauchen im Internet auf. Es wird atemlos behauptet, dass Pattinson einen verspäteten Snack (es war genaugenommen gegen 18 Uhr) zu sich nehmen würde, mit einem „mysteriösen Mann“ (uns) am Dienstag (es war Mittwoch). Wir sind auf ein paar Bildern mit ihm, Pattinson sieht merkwürdig aus, vielleicht bekifft, aber trotzdem noch hübsch, während wir verschwitzt, schuldig und vermutlich durch Inzucht erzeugt aussehen.

 

Wir schaffen es zum Auto und rasen davon. Pattinson’s alter '89 BMW gab endlich vor ein paar Wochen den Geist auf, also fährt er einen geliehen Audi S4. Es ist eine Junior-Nachwuchs-Agent-auf-dem-Weg-Fahrt. Wir sagen ihm das so. „Ich glaube mein Agent hat sogar so ein Auto, “ sagt Pattinson. Bevor wir auch nur 50 Meter weit gekommen sind, beschlägt die Windschutzscheibe und Pattinson kann nichts sehen. Er ist das Auto noch nie an einem kalten Tag wie diesem gefahren und er weiß nicht, wo der Entnebelungs-Knopf ist.

 

Er macht die Heizung an – „Das muss doch sicherlich auch irgendwas bewirken, richtig?“ – und schlängelt sich dann in den Verkehr, immer noch blind, flucht seinen Weg in den linken Streifen. „Ich denke, ich mache mich besser in Melrose, denn dort gibt es keine Fußgänger, die kreuzen könnten,“ sagt er. „Du wirst noch bereuen, dass du zugestimmt hast, mich fahren zu lassen.“

 

Dann drückt er noch einen anderen Knopf. Erfolg. Die Scheibe beginnt sich zu klaren und immerhin kann Pattinson nun sehen, wo er hinfährt.