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Montag, 26. September 2016

Sam Heughan Elle Interview September 2016

Mit Sam Heughan übers schwitzen, Schafe dippen und Outlander Spoiler plaudern

Das ist ganz schön irre oder? 

Von Estelle Tang, 23.September 2016

Ich weiß ich bin am richtigen Ort, als ich die Schreie höre. Als ich mich dem Barbour Shop auf NYC Madisons Avenue nähere, steigt ein - schon aus 100 Fuß Entfernung - gut aussehender Mann aus dem Auto und die Dezibelzahl geht plötzlich nach oben. Stark nach oben!

Hinter einer Absperrung steht eine riesige Zuschauermenge auf dem Bürgersteig. Eine Frau wartet bereits seit Mitternacht, eine andere kam um 4 Uhr morgens den ganzen Weg von Washington DC, wieder eine andere sagt sie kommt aus Norwegen.
Sie sind hier, um Sam Heughan zu sehen, er winkt der Menge zu gut gelaunt zu, macht ein paar Fotos, bevor er mit ausschreitenden Schritten durch die Ladentür geht. Bewundernde Bemerkungen wie „Er ist so hübsch!“ schweben hinter ihm her. In einer Art Echo ruft Heughan anerkennend. „Das ist ein hübscher Shop!“ Alle fühlen sich eindeutig hübsch in diesem Moment.

Zwischen all diesen geschichtsumwobenen Tartans und Jacken der klassischen Marke sprach ich mit Sam Heughan über seine Rolle als weltweiter Markenbotschafter von Barbour, was wir von Staffel 3 von Outlander erwarten dürfen und was er wohl täte, wenn er nicht den Schotten aus dem 18. Jahrhundert darstellen würde.  

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Barbour?

Vizevorsitzende Helen Barbour und ich haben festgestellt, dass der Schöpfer des Familienunternehmens  „Barbour“ und ich aus dem gleichen Dorf stammen. Es sah also einfach nach einer großartigen Verbindung aus. Ich bin in Schottland aufgewachsen und jedermann trug Barbour. Es ist einfach sehr praktisch, eignet sich total gut, draußen in der Natur zu sein. Das ist es, was die Wildhüter, Fischer und die Farmer tragen wollen.

Hast du irgendwelche Outdoor-Erinnerungen an deine Kindheit in diesem Dorf?

Es hört sich immer so unwirklich an, aber bin auf einem alten Burggelände geboren und aufgewachsen. - Kenmure Castle.

Das hört sich so erfunden an.

Es ist schon ein bisschen irre oder? Aber es war außerdem eine Farm, auf der gearbeitet wurde, indem wir den lokalen Farmern halfen, die Schafe einzutauchen (dippen) und zusammenzutreiben. Und der ortsansässige Schäfer, ich erinnere mich lebhaft an seine alte Barbour Jacke, mit einem Flachmann in der Tasche. Das hier fühlt sich alles sehr vertraut an, wie ein Teil meiner Kindheit. Der Geruch des Wachses. Wann immer ich nun eine anziehe, fühlt es sich einfach behaglich an.

Schafe dippen, was ist das?

Das bedeutet die Schafe von allem Ungeziefer zu reinigen, es ist eine alljährliche Prozedur bevor sie die Schafe scheren.

Nun, du hast eine Kapsel-Kollektion mit Barbour entworfen. Was hat dich bei den Stücken inspiriert? 
(Anm. des Übersetzers: Eine Capsule Collection (dt. Kapsel-Kollektion) ist eine einmalig produzierte und limitierte Mini-Kollektion, die meist im Rahmen einer Kooperation entsteht. Das heißt: Labels entwickeln eine Sonderedition für eine Boutique oder eine Kette, Marken entwerfen gemeinsam ein Produkt oder ein Star wird angeheuert, um Bekanntheit und Begehrlichkeit zu steigern.)

Sie haben dieses riesige Archiv, in dem sie all diese Jacken aufbewahren, bis zurück nach 1894, als sie damit begannen. Sie sind immer noch tragbar, sie sind gut erhalten. Das ist es was mich inspiriert hat. Zu sehen wie sich die Jacken über die Jahre hinweg verändert haben, um dem Anwendungszweck zu dienen. Für den 2. Weltkrieg, für Motorradfahrer. Es ist alles sehr praktisch. Das ist es, was ich in meiner Kollektion widerspiegeln möchte. Ich liebe die freie Natur, liebe es auf Berge zu steigen. Aber ich mag es auch im Herbst durch die Straßen von New York zu einer Bar zu laufen. Was ich mir von einer Jacke wünsche ist also sehr unterschiedlich, aber es hat immer noch eine Gemeinsamkeit.
  
Ich habe gelesen, dass du ein Fan von Bear Grylls bist. Wenn du also jetzt ein Beispiel für eine Herausforderung nennen müsstest, was für eine wäre es?

Ich fühle mich schon immer zum Ausdauersport hingezogen und ich denke auch, dass es eher deine innere Einstellung ist, die deinen Körper antreibt, was definitiv der Grund ist, warum Bear Grylls Bücher mich so ansprechen. Ich bin irgendwie besessen vom (Mount) Everest und all diesen Männern, die auf Berge steigen und sich selbst an solche extremen Grenzen bringen. Seit ich zurück nach Schottland ging, um an Outlander zu arbeiten, bin ich viel geklettert und draußen in den Highlands gewesen. 

Ich stelle mir vor, dass es in Schottland ziemlich kalt ist, während ihr filmt.

Ich kam diese Woche von Schottland – Ich drehe im Moment und gerade haben wir die zwei ersten Episoden der 3. Staffel abgedreht. Es ist eisig kalt. Es regnet.

Ist denn nicht Sommer?

Yeah, das ist Schottland. Es ist immer naß. Schottland ist bekannt für diese Wetterlage. Das Wetter geändert sich alle 10 Minuten.

Aber du hast es einfacher als dein Co-Star Caitriona Balfe, die diese riesigen Kleider tragen muss, mit denen sie nicht mal durch die Tür kommt. Ist sie manchmal wütend auf dich?

Weißt du, ich bin jeden jeden Tag dankbar, weil es für die Frauen wirklich schwierig ist. Und in jenen Tagen war es schrecklich. In diesen ganzen Korsetts, meistens in irgendwas Einschränkendes eingeschnürt. Wohingegen es für die Männer sehr entspannt war. Sie gaben mir eine halbe Stunde, um am Morgen fertig zu werden, um meinen Kilt anzuziehen. Ich kann das in 2 Minuten erledigen. Das ist großartig. Die arme Caitriona benötigt 45 Minuten.
 
Gibt es etwas, was du uns über die bevorstehende Staffel sagen kannst?

Die dritte Staffel basiert auf dem dritten Buch. Ich will es nicht beschreien, aber es fühlt sich sehr überzeugend an, sehr überraschend. Es passiert eine Menge in dieser (Staffel). Während die zweite Staffel sehr politisch war – eine Menge Intrigen und selbst Diana Gabaldon sagte, es sei schwer zu adaptieren – so denke ich, das dritte Buch ist eines der Überraschendsten überhaupt. So viel Zeit ist vergangen – 20 Jahre – die Charakter waren getrennt und sind wieder zusammen, also gibt es einiges an sehr emotionalem Stoff.

Hast du viel Zeit für das Make-up benötigt um diese vergangene Zeit darzustellen?

[schielt verschlossen] Jamie muss altern – Ich gebe nicht preis wie. Aber ich denke, es geht weniger darum, älter auszusehen, als zu zeigen, durch welche Erfahrungen er gehen musste. Ich verbringe jedenfalls Stunden mit dem Make up, weil ich dauernd in Dreck oder Blut gebadet bin. Du kannst das Make up noch an meinen Fingernägeln sehen. Es geht einfach nicht ab. Ich habe die letzten zwei Wochen auf einem Schlachtfeld zugebracht.
 
Nun, ich behaupte mal Caitriona hat es hier einfacher als du, denn du verbringst eine Menge Zeit damit, ziemlich wenig  Klamotten zu tragen und noch dazu in Matsch gebadet zu sein. Wie gehst du damit um? Hast du einen psychologischen Trick, um dich warm zu halten.

Ich tendiere dazu, eher die Kälte zu genießen, als die Hitze. Ich habe hier deshalb immer die Klimaanlage an. Weil ich anfange zu schwitzen, sobald die Sonne rauskommt.

Wenn du Jamie ein Barbour Kleidungsstück geben könntest, in den 1700ern, was wäre es?

Er ist ein praktischer Typ. Ich würde ihm eine von den praktischen Wachs-Jacken geben. Die würde ewig halten und ihn warm und trocken halten. Und tarnt außerdem gut.
 
Er würde wahrscheinlich denken, du wärst eine Art magischer Zauberer. 

Ich denke, er ist schon mit einer Menge Dinge klargekommen und hat alles ohne große Mühe weggesteckt. Wenn er es glauben kann, dass Claire aus der Zukunft kommt, dann ist eine Barbour Jacke eine einfache Hürde für ihn. 

Quelle:      
http://www.elle.com/culture/movies-tv/interviews/a39471/sam-heughan-interview-barbour/

     
     

              




    









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