Mit Sam
Heughan übers schwitzen, Schafe dippen und Outlander Spoiler plaudern
Das ist ganz
schön irre oder?
Von Estelle
Tang, 23.September 2016
Ich weiß ich
bin am richtigen Ort, als ich die Schreie höre. Als ich mich dem Barbour Shop
auf NYC Madisons Avenue nähere, steigt ein - schon aus 100 Fuß Entfernung -
gut aussehender Mann aus dem Auto und die Dezibelzahl geht plötzlich nach oben.
Stark nach oben!
Hinter einer
Absperrung steht eine riesige Zuschauermenge auf dem Bürgersteig. Eine Frau
wartet bereits seit Mitternacht, eine andere kam um 4 Uhr morgens den
ganzen Weg von Washington DC, wieder eine andere sagt sie kommt aus Norwegen.
Sie sind
hier, um Sam Heughan zu sehen, er winkt der Menge zu gut gelaunt zu, macht ein
paar Fotos, bevor er mit ausschreitenden Schritten durch die Ladentür geht.
Bewundernde Bemerkungen wie „Er ist so hübsch!“ schweben hinter ihm her. In
einer Art Echo ruft Heughan anerkennend. „Das ist ein hübscher Shop!“ Alle
fühlen sich eindeutig hübsch in diesem Moment.
Zwischen all
diesen geschichtsumwobenen Tartans und Jacken der klassischen Marke sprach ich
mit Sam Heughan über seine Rolle als weltweiter Markenbotschafter von Barbour,
was wir von Staffel 3 von Outlander erwarten dürfen und was er wohl täte, wenn
er nicht den Schotten aus dem 18. Jahrhundert darstellen würde.
Wie kam es zur Zusammenarbeit mit
Barbour?
Vizevorsitzende
Helen Barbour und ich haben festgestellt, dass der Schöpfer des
Familienunternehmens „Barbour“ und ich
aus dem gleichen Dorf stammen. Es sah also einfach nach einer großartigen
Verbindung aus. Ich bin in Schottland aufgewachsen und jedermann trug Barbour.
Es ist einfach sehr praktisch, eignet sich total gut, draußen in der Natur
zu sein. Das ist es, was die Wildhüter, Fischer und die Farmer tragen
wollen.
Hast du irgendwelche
Outdoor-Erinnerungen an deine Kindheit in diesem Dorf?
Es hört sich
immer so unwirklich an, aber bin auf einem alten Burggelände geboren und
aufgewachsen. - Kenmure Castle.
Das hört sich so erfunden an.
Es ist schon
ein bisschen irre oder? Aber es war außerdem eine Farm, auf der gearbeitet
wurde, indem wir den lokalen Farmern halfen, die Schafe einzutauchen (dippen)
und zusammenzutreiben. Und der ortsansässige Schäfer, ich erinnere mich lebhaft an
seine alte Barbour Jacke, mit einem Flachmann in der Tasche. Das hier fühlt
sich alles sehr vertraut an, wie ein Teil meiner Kindheit. Der Geruch des
Wachses. Wann immer ich nun eine anziehe, fühlt es sich einfach behaglich an.
Schafe
dippen, was ist das?
Das bedeutet
die Schafe von allem Ungeziefer zu reinigen, es ist eine alljährliche Prozedur
bevor sie die Schafe scheren.
Nun, du hast eine Kapsel-Kollektion
mit Barbour entworfen. Was hat dich bei den Stücken
inspiriert?
(Anm. des Übersetzers: Eine Capsule Collection (dt.
Kapsel-Kollektion) ist eine einmalig produzierte und limitierte
Mini-Kollektion, die meist im Rahmen einer Kooperation entsteht. Das heißt:
Labels entwickeln eine Sonderedition für eine Boutique oder eine Kette, Marken
entwerfen gemeinsam ein Produkt oder ein Star wird angeheuert, um Bekanntheit
und Begehrlichkeit zu steigern.)
Sie haben
dieses riesige Archiv, in dem sie all diese Jacken aufbewahren, bis zurück nach
1894, als sie damit begannen. Sie sind immer noch tragbar, sie sind gut
erhalten. Das ist es was mich inspiriert hat. Zu sehen wie sich die Jacken über
die Jahre hinweg verändert haben, um dem Anwendungszweck zu dienen. Für den 2.
Weltkrieg, für Motorradfahrer. Es ist alles sehr praktisch. Das ist es, was ich
in meiner Kollektion widerspiegeln möchte. Ich liebe die freie Natur, liebe
es auf Berge zu steigen. Aber ich mag es auch im Herbst durch die Straßen von
New York zu einer Bar zu laufen. Was ich mir von einer Jacke wünsche ist also
sehr unterschiedlich, aber es hat immer noch eine Gemeinsamkeit.
Ich habe gelesen, dass du ein Fan von
Bear Grylls bist. Wenn du also jetzt ein Beispiel für eine Herausforderung
nennen müsstest, was für eine wäre es?
Ich fühle
mich schon immer zum Ausdauersport hingezogen und ich denke auch, dass es eher
deine innere Einstellung ist, die deinen Körper antreibt, was definitiv der
Grund ist, warum Bear Grylls Bücher mich so ansprechen. Ich bin irgendwie
besessen vom (Mount) Everest und all diesen Männern, die auf Berge steigen und
sich selbst an solche extremen Grenzen bringen. Seit ich zurück nach Schottland
ging, um an Outlander zu arbeiten, bin ich viel geklettert und draußen in den
Highlands gewesen.
Ich stelle mir vor, dass es in
Schottland ziemlich kalt ist, während ihr filmt.
Ich kam
diese Woche von Schottland – Ich drehe im Moment und gerade haben wir die zwei
ersten Episoden der 3. Staffel abgedreht. Es ist eisig kalt. Es regnet.
Ist denn nicht Sommer?
Yeah, das
ist Schottland. Es ist immer naß. Schottland ist bekannt für diese Wetterlage.
Das Wetter geändert sich alle 10 Minuten.
Aber du hast es einfacher als dein
Co-Star Caitriona Balfe, die diese riesigen Kleider tragen muss, mit denen sie
nicht mal durch die Tür kommt. Ist sie manchmal wütend auf dich?
Weißt du,
ich bin jeden jeden Tag dankbar, weil es für die Frauen wirklich schwierig ist.
Und in jenen Tagen war es schrecklich. In diesen ganzen Korsetts, meistens in
irgendwas Einschränkendes eingeschnürt. Wohingegen es für die Männer sehr entspannt
war. Sie gaben mir eine halbe Stunde, um am Morgen fertig zu werden, um meinen
Kilt anzuziehen. Ich kann das in 2 Minuten erledigen. Das ist großartig. Die
arme Caitriona benötigt 45 Minuten.
Gibt es etwas, was du uns über die
bevorstehende Staffel sagen kannst?
Die dritte
Staffel basiert auf dem dritten Buch. Ich will es nicht beschreien, aber es
fühlt sich sehr überzeugend an, sehr überraschend. Es passiert eine Menge in
dieser (Staffel). Während die zweite Staffel sehr politisch war – eine Menge Intrigen
und selbst Diana Gabaldon sagte, es sei schwer zu adaptieren – so denke ich, das
dritte Buch ist eines der Überraschendsten überhaupt. So viel Zeit ist vergangen –
20 Jahre – die Charakter waren getrennt und sind wieder zusammen, also gibt es
einiges an sehr emotionalem Stoff.
Hast du viel Zeit für das Make-up
benötigt um diese vergangene Zeit darzustellen?
[schielt
verschlossen] Jamie muss altern – Ich gebe nicht preis wie. Aber ich denke, es geht weniger darum, älter auszusehen, als zu zeigen, durch welche Erfahrungen
er gehen musste. Ich verbringe jedenfalls Stunden mit dem Make up, weil ich dauernd
in Dreck oder Blut gebadet bin. Du kannst das Make up noch an meinen
Fingernägeln sehen. Es geht einfach nicht ab. Ich habe die letzten zwei Wochen
auf einem Schlachtfeld zugebracht.
Nun, ich behaupte mal Caitriona hat
es hier einfacher als du, denn du verbringst eine Menge Zeit damit, ziemlich
wenig Klamotten zu tragen und noch dazu
in Matsch gebadet zu sein. Wie gehst du damit um? Hast du einen psychologischen
Trick, um dich warm zu halten.
Ich tendiere
dazu, eher die Kälte zu genießen, als die Hitze. Ich habe hier deshalb
immer die Klimaanlage an. Weil ich anfange zu schwitzen, sobald die Sonne
rauskommt.
Wenn du Jamie ein Barbour
Kleidungsstück geben könntest, in den 1700ern, was wäre es?
Er ist ein
praktischer Typ. Ich würde ihm eine von den praktischen Wachs-Jacken geben. Die
würde ewig halten und ihn warm und trocken halten. Und tarnt außerdem gut.
Er würde wahrscheinlich denken, du
wärst eine Art magischer Zauberer.
Ich denke,
er ist schon mit einer Menge Dinge klargekommen und hat alles ohne große Mühe
weggesteckt. Wenn er es glauben kann, dass Claire aus der Zukunft kommt, dann
ist eine Barbour Jacke eine einfache Hürde für ihn.
Quelle:
Quelle:
http://www.elle.com/culture/movies-tv/interviews/a39471/sam-heughan-interview-barbour/
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen